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Über Dresden weht ein Hauch von New York

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Die Arbeiten für Pfunds Höfe sollen noch diesen Monat beginnen. Der erste Mieter steht schon fest. Das Projekt wurde indes verkauft.

Demnächst wird eine der letzten Neustädter Baulücken geschlossen. Auf dem einstigen Molkerei-Gelände und in direkter Nachbarschaft zu der berühmten Pfunds Molkerei an der Ecke Bautzner/Prießnitzstraße starten noch diesen Monat die Arbeiten für ein rund 9 200 Quadratmeter großes Ensemble mit dem Namen Pfunds Höfe. Nun steht der erste Mieter fest.

Der Bio-Markt Alnatura hat eine rund 750 Quadratmeter große Fläche im Erdgeschoss des Neubaus angemietet. Das Unternehmen habe sich bewusst in einem so frühen Stadium der Planung für eine Fläche entschieden, sagt Abteilungsleiter Thomas Linkiewicz – vor allem wegen der Lage, die ein hohes Kundenaufkommen garantieren würde. In Dresden hat die Firma bereits im vergangenen Jahr eine große Filiale im neuen Einkaufszentrum SP1 am Straßburger Platz eröffnet. In dem Neubauprojekt Pfunds Höfe nimmt der neue Markt die Hälfte der Gewerbefläche ein.

Räume mit insgesamt 750 Quadratmetern stehen noch zur Verfügung und werden bereits zur Miete angeboten. Die Eigentümer könnten sich in den Flächen eine Bäckerei, kleinteiligen Einzelhandel, eine Arztpraxis oder auch ein Architekturbüro vorstellen.

Wohnungen können hingegen noch nicht reserviert werden. Hier startet die Vermietung erst später. Die Preise werden noch nicht preisgegeben. Insgesamt entstehen 95 Wohnungen mit ein bis fünf Zimmern. Sie sollen Ende 2019 bezogen werden. Neben den Wohnungen sollen in den oberen Etagen Büros und Praxisräume entstehen. Außerdem ist eine Tiefgarage mit 87 Stellplätzen geplant. Entwickelt wurde das Projekt von der Pfunds Höfe GmbH & Co. KG, die zur Leipziger WEP-Gruppe und der Harkai Projektentwicklung gehört. Der Eigentümer ist aber ein anderer.

Die Hamburger Hanse Merkur Grundvermögen AG, die sich gebündelt um alle Immobiliengeschäfte der Hanse Merkur Versicherungsgruppe kümmert, hat das Neubauprojekt jetzt erworben. „Der Standort Äußere Neustadt ist mit seinen Cafés und Restaurants sowie der Nähe zum Elbufer ein hervorragender Platz zum Leben und Arbeiten. Wir sehen daher auch langfristig eine stabile Nachfrage für unser Objekt“, sagt Martin Brendel, Investmentleiter bei Hanse Merkur. Entwickelt wird es aber weiterhin von der Pfunds Höfe GmbH und Co. KG. Das Unternehmen investiert rund 35 Millionen Euro in das Projekt.

Das Areal hat schon diverse Eigentümerwechsel hinter sich. Noch vor einigen Jahren gab es auf dem Grundstück ganz andere Pläne. Bereits 1999 sollte das Hohe-Haine-Haus nach den Plänen des berühmten Künstlers Friedensreich Hundertwasser errichtet werden. Der abstrakte Bau mit bunten Säulen sollte ein Hotel, Wohnungen und Geschäfte beherbergen. In jeder Etage waren begrünte Dachterrassen geplant. Doch die immer wieder wechselnden Besitzer hatten sich mit der Finanzierung übernommen. Auch dieses Projekt hätte 35 Millionen Euro gekostet. Nun wird dem Künstler kein Denkmal gesetzt.

Quelle: Sächsische Zeitung

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von factum
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