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Deutlicher Anstieg privater Immobilieninvestitionen in 2024

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Im Jahr 2024 investierten private Anleger bemerkenswerte 2,5 Milliarden Euro in den deutschen Immobilienmarkt, ein markanter Anstieg im Vergleich zu Vorjahren. Ein signifikanter Beitrag zu diesem Wachstum war der Kauf des gemischt genutzten Objekts „Fünf Höfe“ in München, der allein auf 700 bis 800 Millionen Euro geschätzt wird. Selbst ohne diesen Großabschluss hätte das Investmentvolumen das Vorjahresniveau von 1,5 Milliarden Euro überschritten, so der Immobiliendienstleister JLL.

Der Anteil der privaten Investitionen am gesamten Immobilienmarkt erreichte mit 7,1 Prozent in 2024 ein Allzeithoch, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 4,9 Prozent im Jahr 2023 und weit über dem Durchschnitt von 2,2 Prozent aus den Jahren 2014 bis 2023. Dies zeigt eine verstärkte Aktivität privater Investoren, die von Rüdiger Herrmann, Head of Private Wealth bei JLL Germany, auf eine stärkere Eigenkapitalbasis, schnellere Entscheidungswege und langfristigere Anlagestrategien zurückgeführt wird.

In der Assetklasse der Mischnutzungsobjekte dominierte das bereits erwähnte Projekt „Fünf Höfe“, gefolgt von Büroimmobilien mit einem Volumen von 520 Millionen Euro und Einzelhandelsflächen mit 380 Millionen Euro. Wohnimmobilien folgten mit 290 Millionen Euro. Interessant ist der geringe Anteil von Industrie- und Logistikimmobilien, die bei privaten Kapitalanlegern weniger als drei Prozent ausmachten, während sie auf dem gesamten Investmentmarkt rund 22 Prozent repräsentieren. Herrmann führt dies auf das spezialisierte Wissen zurück, das für Investitionen in dieser Sparte benötigt wird, sowie auf eine gewisse Zurückhaltung hinsichtlich der Standorte außerhalb urbaner Zentren.

2024 zeigte sich zudem eine Präferenz für Einzeltransaktionen, die mit einem Volumen von 240 Millionen Euro lediglich einen Bruchteil des Gesamtvolumens ausmachten – ein starker Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, in dem noch mehr als 40 Prozent der Investitionen auf Portfolios entfielen. Die bevorzugte Risikoklasse der privaten Investoren war Core, die 36,8 Prozent des investierten Kapitals ausmachte.

München führte die Liste der Top-Investmentstandorte an und zog allein 1,1 Milliarden Euro privates Kapital an, gefolgt von Berlin mit 190 Millionen Euro und Hamburg mit 100 Millionen Euro. Bayern stand dabei mit 52 Prozent des gesamten privaten Investmentvolumens an der Spitze, weit vor Nordrhein-Westfalen mit 14 Prozent und Berlin mit acht Prozent.

Für das laufende Jahr prognostiziert JLL weiterhin gute Investitionsmöglichkeiten für privates Kapital, was deren Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Marktbedingungen unterstreicht, insbesondere in Bereichen wie der Bürosparte.

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von wpservice
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