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DIFI erreicht höchsten Stand seit Anfang 2016

Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) des Immobiliendienstleisters JLL und des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, der vierteljährliche Stimmungsindikator für gewerbliche Immobilienfinanzierungen in Deutschland, steigt weiter. Im vierten Quartal 2021 legte er zum sechsten Mal in Folge zu.

„Auch wenn der Zuwachs des Indikators mit 5,1 Punkten (Vorquartal 8,9 Punkte) geringer ausfällt, mit einem Indexstand von 10,7 Punkten erreicht der DIFI seinen höchsten Wert seit Anfang 2016“, so Timo Wagner, Debt Advisory, JLL Germany. Im Jahresvergleich schlägt ein Plus von 34,2 Punkte zu Buche.

Gegenüber der letzten Befragung ergibt sich ein neues Bild: Während sich der Trend bei den Einschätzungen der Expertinnen und Experten zur Finanzierungssituation in den vergangenen sechs Monaten gegenüber dem Vorquartal eher verfestigt hat, zeigen sich die Erwartungen an die Finanzierungssituation in den kommenden sechs Monaten verbessert. „Im Ergebnis bleibt der Situationsindikator trotz eines leichten Rückgangs (minus 0,3 Punkte gegenüber Q3 2021) mit 4,0 Punkten im positiven Bereich. Der Erwartungsindikator steigt um 10,6 Punkte auf 17,4 Punkte. In den vergangenen sieben Jahren gab es keinen optimistischeren Wert“, erläutert Wagner.

Der Anstieg des DIFI im vierten Quartal 2021 hat maßgeblich mit dem Anstieg in der Einschätzung für die Nutzungsarten Büro (plus 10,2 Punkte) und Hotel (plus 9,2 Punkte) zu tun. Die entsprechenden DIFI-Subindikatoren, die sowohl die Situation als auch die Erwartungen abbilden, werden in der aktuellen Befragung allerdings noch vom DIFI-Subindikator für die Nutzungsart Logistik übertroffen. So erfreulich die Entwicklung für Hotel ist, der Saldo für den Situationsindikator bleibt noch immer im negativen Bereich (minus 22,8 Punkte). Hoffnung keimt aber auf: die Einschätzungen der Expertinnen und Experten für die kommenden sechs Monate schlägt sich nieder in einem Plus von 55,0 Punkten. „Das ist nicht nur der höchste Wert unter den Nutzungsarten, sondern hievt Hotel erstmals wieder auf einen positiven Saldo“, so Wagner.

Im positiven Bereich seit der Befragung im dritten Quartal bewegt sich die Nutzungsart Büro mittlerweile auch für den Situationsindikator (plus 17,4 Punkte). Beim Blick in die nahe Zukunft machen die Antworten der Teilnehmer (plus 13,6 Punkte) erstmals seit fünf Jahren wieder das Überschreiten der Null-Linie möglich. „Auch wenn aktuell Unternehmen ihre Beschäftigten wieder vermehrt ins Home Office schicken, so hat sich im Rückblick doch gezeigt, dass der Abgesang auf das Büro überhaupt nicht gerechtfertigt war. Die Vermietungsaktivitäten haben wieder angezogen und lassen in der Folge auch die Finanzierer positiver auf diese Assetklasse schauen“, so Helge Scheunemann, Head of Research, JLL Germany.

Der einzige DIFI-Subindikator, der nach wie vor im negativen Bereich verortet wird, ist der für die Nutzungsart Einzelhandel. Während die Situation am Finanzierungsmarkt mit Blick auf die letzten sechs Monate mit minus 13,4 Punkten aktuell schlechter eingeschätzt wird als noch bei der vorherigen Befragung, verbessert sich der Ausblick für die kommenden sechs Monate (plus 22,2 Punkte auf einen neuen Stand von 18,3 Punkte). Der entsprechende DIFI-Subindikator steigt somit um 4,4 Punkte und erreicht seinen höchsten Stand seit Ende 2016. (DFPA/TH1)

Jones Lang Lasalle Incorporated ist ein international tätiges Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobiliensektor mit Sitz in Chicago. Das Unternehmen bietet unter der Marke JLL in mehr als 80 Ländern Dienstleistungen für Eigentümer, Nutzer und Investoren an.

www.jll.de

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