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Wie Immobilieninvestoren den Risiken im Euroraum trotzen

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Die europäische Wirtschaft wächst besser als der erwartete Trend, dennoch sollten sich die Anleger vor steigenden Anleiherenditen und der rasanten Entwicklung an einigen Märkten hüten, schreibt Vivienne Bolla, Analyst Real Estate Investment Strategy and Research beim Asset Manager Aviva Investors, in einem Marktkommentar.

Der Rückzug der Europäischen Zentralbank (EZB) aus den Anleihemärkten könnte zu einem Anstieg der Renditen führen und die relative Attraktivität von Immobilien untergraben, obwohl dies nicht das Hauptszenario von Aviva Investors sei. Da die EZB eine Zinserhöhung vor Herbst 2019 für unwahrscheinlich erachtet, sollten die Renditen nur allmählich anziehen. Immobilien dürften 2018 und 2019 entsprechend den Anleihen neu bewertet werden, wobei in den meisten Märkten eine bescheidene Erhöhung von etwa fünf Basispunkten zu erwarten sei.

Eine größere Gefahr stelle die Entwicklungspipeline dar, deren Zunahme in einigen mitteleuropäischen Märkten problematisch geworden sei. „Nach einer längeren Flaute infolge der Finanzkrise nimmt die Anzahl der Bauprojekte in einigen mitteleuropäischen Städten wie Budapest, Prag und Warschau rasant zu. Diese Städte könnten Schwierigkeiten haben, Abnehmer für die zusätzlichen Flächen zu finden. In Budapest werden 500.000 Quadratmeter Bürofläche gebaut, die den aktuellen Bestand von 3,4 Millionen Quadratmetern ergänzen“, so Bolla.

Die Anleger sollten aus Sicht von Bolla einen ertragsorientierten Investmentansatz wählen, um die Risiken zu vermindern, die mit dem sich nähernden Ende des Zyklus einhergehen. Aviva Investors empfiehlt einen Fokus auf die Verbesserung oder Förderung der Erträge. Bolla: „Zu diesem Zweck suchen wir nach Objekten an erstklassigen Standorten, die wir aktiv verwalten, neu positionieren und weiterentwickeln. Wir sind überzeugt, dass Büroflächen im Zentrum von Paris, erstklassige Einzelhandelsobjekte in Dublin und Gewerbeimmobilien in Antwerpen in den nächsten fünf Jahren zu den Top-Performern ihres Sektors gehören werden.“

Laut Aviva Investor bieten Anleihen wahrscheinlich höhere risikobereinigte Renditen als Aktien, da sie die Investoren vor den Auswirkungen erwarteter Kapitalrückgänge schützten. Aktuell würden zwar nur wenige Märkte auf risikobereinigter Basis günstig erscheinen, die relativen Preise von Immobilien in einem historischen Kontext betrachtet blieben jedoch attraktiv, wobei die Risikoprämie noch immer ziemlich hoch sei.

„Längerfristigen Anlegern empfehlen wir, thematische Strategien zu wählen, die einen antizyklischen Charakter aufweisen. Geduldigen Anlegern sollten sich in den nächsten Jahren Chancen bieten, wenn sie sich auf strukturelle Nachfragetreiber konzentrieren. Dazu zählen unter anderem das anhaltende Wachstum des E-Commerce, das die zentral gelegenen Logistikzentren begünstigt, sowie die alternde Bevölkerung, die die Nachfrage nach Wohnraum für Rentner ankurbelt“, so Bolla.

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von factum
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