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OVB Holding AG – zumindest wirtschaftlich läuft es beim Strukturvertrieb

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Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Zusammengefasster Lagebericht 2018

der OVB Holding AG

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des OVB Konzerns

OVB steht für eine langfristig angelegte themenübergreifende Finanzberatung. Hauptzielkundengruppe sind private Haushalte in Europa. Das Unternehmen kooperiert mit über 100 leistungsstarken Produktgebern und bedient mit wettbewerbsfähigen Produkten die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden, beginnend bei der Existenzsicherung und der Absicherung von Sach- und Vermögenswerten sowie folgend der Altersvorsorge und dem Vermögensauf- und -ausbau.

OVB ist derzeit in 14 Ländern Europas als Vermittler von Finanzprodukten aktiv. 3,48 Millionen Kunden vertrauen der Beratung und Betreuung durch OVB und ihre mehr als 4.700 hauptberuflichen Finanzvermittler. Die breite europäische Aufstellung stabilisiert den OVB Geschäftsverlauf und eröffnet Wachstumspotenziale. Die 14 OVB Ländermärkte unterscheiden sich hinsichtlich Struktur, Entwicklungsstand und Größe. OVB verfügt in einer Reihe von Ländern über eine führende Marktposition. Die Zahl der alten Menschen in Europa steigt, die der jungen Menschen sinkt. Die staatlichen sozialen Sicherungssysteme sind zunehmend überlastet. Daher sieht OVB noch erhebliche Potenziale für die von ihr angebotenen Dienstleistungen.

OVB Kunden und Finanzvermittler

(31.12.) 2014 2015 2016 2017 2018
Kunden (Anzahl in Mio.) 3,22 3,24 3,27 3,35 3,48
Finanzvermittler (Anzahl) 5.173 5.062 4.972 4.702 4.715

Die Basis der themenübergreifenden lebensbegleitenden Kundenberatung bildet ein umfassendes und bewährtes Konzept: Grundlage der Beratung ist die Aufnahme und Analyse der finanziellen Situation des Kunden. Insbesondere erfragt der Vermittler die Wünsche und Ziele des Kunden und entwickelt daraus vor dem Hintergrund der persönlichen finanziellen Möglichkeiten eine individuell passende Lösung, die langfristig trägt, bezahlbar und ausreichend flexibel ist. OVB begleitet ihre Kunden über viele Jahre. Um die Finanzplanung unserer Kunden immer wieder an die jeweils aktuellen Lebensumstände anzupassen, finden regelmäßige Servicegespräche statt.

So entstehen für die Kunden bedarfsgerechte, auf die jeweilige Lebensphase zugeschnittene Absicherungs- und Vorsorgekonzepte.

Die Aus- und Weiterbildung der Vermittlerinnen und Vermittler, die Bedarfsanalyse beim Kunden und die daraus abgeleiteten Produktempfehlungen erfolgen auf Basis der geltenden Rahmenbedingungen des jeweiligen Marktes. Dabei besitzt die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Themen einen hohen Stellenwert. So richtet sich OVB jeweils frühzeitig auf künftige regulatorische beziehungsweise qualitative Anforderungen aus. Der OVB Konzern beschäftigte Ende 2018 insgesamt 505 Angestellte (Vorjahr: 474 Angestellte) in der Holding, in den Hauptverwaltungen der Landesgesellschaften und in den Servicegesellschaften. Auf Basis effizienter Strukturen und Prozesse steuern und verwalten sie den Konzern.

Steuerungssystem

Konzernstruktur

Die OVB Holding AG steht als Managementholding an der Spitze des OVB Konzerns. Sie legt die strategischen Ziele fest und sichert die aufeinander abgestimmte Geschäftspolitik ab. Die operative Geschäftstätigkeit ist in regionale Segmente unterteilt. In aktuell 14 Ländern Europas sind operative Landesgesellschaften tätig, deren selbstständige Handelsvertreter Kunden in Fragen der Absicherung und Vorsorge beraten und betreuen. Zur Unterstützung dieser Kernaktivitäten sind drei Servicegesellschaften für EDV-Dienstleistungen zuständig.

Die OVB Holding AG ist an diesen Gesellschaften mit Ausnahme der beiden EDV-Dienstleister NORD-SOFT EDV-Unternehmensberatung GmbH und Nord-Soft Datenservice GmbH (je 50,4 Prozent) zu jeweils 100 Prozent beteiligt.

Zwischen der OVB Holding AG und der OVB Vermögensberatung AG besteht seit dem Jahr 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag sowie seit dem Jahr 2014 ein Beherrschungsvertrag.

Organigramm des OVB Konzerns

Leitung und Überwachung des Konzerns

Vorstand

Der Vorstand der OVB Holding AG führt die Geschäfte des Konzerns in gemeinschaftlicher Verantwortung. Zum 31. Dezember 2018 bestand der Vorstand aus drei Mitgliedern. Neben dem Ressort des Vorstandsvorsitzenden, der auch das Ressort „Vertrieb“ verantwortet, gliederten sich die Aufgaben des Vorstands in die Ressorts „Finanzen“ und „Operations“.

Geschäftsverteilung Vorstandsressorts zum 31. Dezember 2018    
Vorstandsvorsitz (CEO) Vertrieb Stv. Vorstandsvorsitz Finanzen (CFO) Operations (COO)
Mario Freis Oskar Heitz Thomas Hücker
Konzernentwicklung Konzernrechnungslegung Konzern-IT
Konzernsteuerung Risikomanagement IT-Sicherheit
Vertrieb Controlling Prozessmanagement
Ausbildung Investor Relations Personal
Produktmanagement Recht  
Marketing Steuern  
Kommunikation Compliance  
Interne Revision Datenschutz  
  Geldwäsche  

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der OVB Holding AG gehören sechs Mitglieder an, die ausschließlich von der Hauptversammlung gewählt werden.

Name Funktion
Michael Johnigk Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dr. Thomas A. Lange Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Prüfungsausschusses
Maximilian Beck Mitglied des Aufsichtsrats
Markus Jost Mitglied des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Nominierungs- und Vergütungsausschusses
Wilfried Kempchen Mitglied des Aufsichtsrats
Winfried Spies Mitglied des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und überwacht und berät diesen bei der Leitung des Unternehmens. Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei der OVB Holding AG werden im Bericht des Aufsichtsrats sowie im Kapitel Corporate Governance, die Teile des Geschäftsberichts sind, dargestellt.

Unternehmenssteuerung

Die Steuerung innerhalb des OVB Konzerns gliedert sich in einen strategischen und einen operativen Teil. Im Bereich des strategischen Controllings verknüpft eine Mehrjahresplanung mit einem Zeithorizont von fünf Jahren die Unternehmensstrategie mit konkreten quantitativen Zielsetzungen.

Ein länderübergreifender Know-how-Austausch unterstützt die effektive und vernetzte Steuerung der 14 Landesgesellschaften. Gremien der OVB Holding AG stimmen mit den jeweiligen OVB Landesgesellschaften kontinuierlich Marktbearbeitungs- und Marketingaktivitäten sowie die Zusammensetzung des Partner- und Produktportfolios ab.

Das operative Controlling unterstützt die Steuerung des laufenden Geschäfts. Wesentliche Ziel- und Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind der Umsatz (Erträge aus Vermittlungen) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Neben diesen monetären Kennzahlen dienen auch nichtfinanzielle Indikatoren wie die Anzahl der Finanzvermittler und die Zahl der Kunden als Anhaltspunkte für den operativen Geschäftserfolg. Entwicklungen in den nichtfinanziellen Bereichen werden von dem Unternehmen zwar kontinuierlich beobachtet, aber nicht als Ziel- oder Steuerungsgrößen herangezogen. Das Controlling analysiert monatlich die Entwicklung der Ein- und Ausgabenseite. Die Ergebnisse fließen in die Investitions- und Finanzplanung des Unternehmens ein.

Zielvorgaben des Vorstands bilden die Eckwerte der strategischen Mehrjahresplanung und der operativen Jahresplanung in Bezug auf Umsatz, Kosten und Ergebnis. Die dezentralen Planungen einzelner Landesgesellschaften und Kostenstellenverantwortlicher erfahren auf zentraler Ebene im Gegenstromverfahren einen Abgleich mit der Konzernstrategie. Daneben werden insbesondere auch die innerhalb des Konzerns geplanten Aufwendungen und Erträge auf zentraler Ebene überprüft.

Für jede Einheit und auch den Konzern insgesamt werden die Planungsparameter mit den zugrundeliegenden Maßnahmen und Annahmen abgestimmt und transparent gemacht. Ausgangspunkt sind die aktuellen Vertriebs- und Finanzdaten zum Ende des dritten Quartals vor der Planungsperiode.

Die zu Planungsbeginn vorhandenen Ausgangsdaten (Basisdaten) werden in einem ersten Schritt um wesentliche Ereignisse bereinigt, die für die Planungsperiode voraussichtlich keine Relevanz mehr besitzen. Dann werden die geplanten Maßnahmen in Form von Kosten und Erlösen in die Basisdaten eingearbeitet.

OVB erstellt monatliche Plan/Ist-Abweichungsanalysen, analysiert kontinuierlich wesentliche Finanz- und Vertriebsdaten und kann so unmittelbar auf Planabweichungen reagieren.

Innerhalb des OVB Konzerns wird die mittel- und langfristige Finanzierung des operativen Geschäfts durch die vorhandene Liquidität sichergestellt.

Die OVB Holding AG als Konzernmutter beobachtet kontinuierlich den Liquiditätsbedarf der 14 Landesgesellschaften und stellt bei Bedarf Liquidität zur Verfügung.

Ziele und Strategien

Vor dem Hintergrund absehbarer Veränderungen im Umfeld, auf den Märkten und bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit ist OVB seit 2017 dabei, eine neue mittelfristige Strategie „OVB Evolution 2022“ umzusetzen. Sie richtet sich an einer langfristigen Vision als Fixpunkt aus, definiert strategische Ziele und umfasst vier elementare Bausteine, denen jeweils strategische Maßnahmen zugeordnet sind.

OVB hat strategische Ziele definiert, die den nachhaltigen Ausbau der Vertriebsorganisation, die Ausweitung der Kundenbasis, die Erhöhung des Geschäftsvolumens mit den einzelnen Kunden, die Steigerung der Kundenzufriedenheit, den Ausbau des Online-Marketings, weitere Effizienzsteigerungen im Innendienst, die Digitalisierung der Prozesse und der Vertriebsunterstützung sowie die Expansion in weitere europäische Ländermärkte umfassen. Zur Erreichung dieser Ziele dienen gemäß „OVB Evolution 2022“ vier elementare Bausteine:

Potenzialausschöpfung

Digitalisierung

Modernisierung

Expansion

Im Bereich „Potenzialausschöpfung“ kommt beispielsweise der Weiterentwicklung des europaweiten Aus- und Weiterbildungssystems eine große Bedeutung zu. Hier wird OVB nicht nur aufgrund regulatorischer Anforderungen, sondern auch vor dem Hintergrund eigener Qualitätsstandards das europaweite Aus- und Weiterbildungssystem weiterentwickeln und modernisieren. Ebenfalls wird OVB systematisch das Geschäftspotenzial, das in ihren 3,48 Millionen Bestandskunden liegt, weiter ausschöpfen. Es besteht erhebliches Potenzial für Cross- und Upselling-Aktivitäten in ganz Europa. Vor allem in den Ländermärkten des Segments Mittel- und Osteuropa steigen die verfügbaren Mittel und der Vorsorgebedarf aufgrund überdurchschnittlicher Einkommenszuwächse. Bei der „Digitalisierung“ hat OVB vor allem ihre Geschäftsprozesse, den modernen Beraterarbeitsplatz sowie erweiterte Interaktionsmöglichkeiten zwischen Kunden, Finanzvermittlern und OVB im Fokus. Eine zeitgemäße Zielgruppenansprache steht bei der „Modernisierung“ im Vordergrund. Der Aus- und Aufbau von Social Media-Aktivitäten im Rahmen unserer Social Media-Strategie schafft zusätzliche Chancen für die Mitarbeiter- und Kundengewinnung. Bei der „Expansion“ geht es in erster Linie um die Übertragung des bewährten OVB Geschäftsmodells auf weitere attraktive Ländermärkte. Die Akquisition des traditionsreichen Unternehmens Willemot in Belgien im Dezember 2018 stellt einen wesentlichen Schritt in diese Richtung dar. Das Closing der Transaktion steht noch aus. OVB wird damit die Grundlage für einen stabilen und zügigen Markteintritt in den 15. Ländermarkt schaffen.

In den 14 Ländern Europas, in denen OVB bislang tätig ist, leben mehr als 400 Millionen Menschen. Aufgrund der zwingend notwendigen eigenverantwortlichen Vorsorge der Bevölkerung und des daraus ableitbaren Bedarfs an persönlicher Beratung sieht OVB für ihre Geschäftstätigkeit gute Perspektiven. OVB setzt bei der Gewinnung neuer Finanzvermittler darauf, leistungsbereite Menschen für die verantwortungsvolle Dienstleistung der Allfinanzberatung zu gewinnen und zu qualifizieren, um den wachsenden Beratungsbedarf der Menschen in Europa zu erfüllen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

OVB ist in 14 Ländern Europas tätig, die in drei regionale Segmente aufgeteilt sind. 74 Prozent der Erträge aus Vermittlungen generiert OVB außerhalb Deutschlands. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, zur Beurteilung des Geschäftsverlaufs 2018 die volkswirtschaftliche Entwicklung in Europa zu betrachten. Relevant sind dabei unter anderem das Wirtschaftswachstum, die Arbeitsmarktentwicklung und die Veränderungen der Einkommenssituation der privaten Haushalte.

Das Wirtschaftswachstum in den Ländern der Eurozone hat sich von 2,5 Prozent 2017 auf 1,9 Prozent im Berichtsjahr spürbar verlangsamt. Generell verlor der private Konsum trotz weiterhin hoher Beschäftigung etwas an konjunktureller Schubkraft; zudem zeichneten sich die ersten negativen Effekte der internationalen Handelskonflikte ab.

Volkswirtschaftliche Eckdaten Mittel- und Osteuropa

Die sieben Ländermärkte des Segments Mittel- und Osteuropa bestritten im Berichtsjahr 50 Prozent des Umsatzes des OVB Konzerns. Trotz kleinerer länderspezifischer Unterschiede behielt die Region ihre insgesamt hohe Wirtschaftsdynamik bei. Wesentliche Impulse gingen dabei vom privaten Konsum aus, hinzu kamen markante Investitionssteigerungen, vielfach unterstützt vom EU-Strukturfonds. Die Arbeitslosenquoten in der Region gehören zu den niedrigsten in der EU. Dieser Arbeitskräftemangel bremst auch zunehmend das Wachstumspotenzial in dieser Ländergruppe. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der OVB waren 2018 in der Region Mittel- und Osteuropa gut.

  Reales BIP (Veränderung in %) Verbraucherpreise (Veränderung in %) Budgetsaldo der öffentlichen Haushalte (in % des BIP)
  2017 2018 e 2017 2018 e 2017 2018 e
Kroatien 2,9 2,6 1,1 1,6 0,9 -0,5
Polen 4,8 5,0 2,0 1,7 -1,7 -0,9
Rumänien 7,0 4,1 1,3 4,6 -2,9 -3,2
Slowakei 3,2 4,4 1,3 2,6 -0,8 -0,6
Tschechien 4,5 2,9 2,5 2,2 1,6 0,5
Ukraine 2,5 3,2 14,5 11,1 -1,6 -2,0
Ungarn 4,1 4,6 2,4 2,9 -2,0 -2,4

e = Schätzung (estimate)

Quelle: Raiffeisen RESEARCH, Strategie Österreich & CEE, 1. Quartal 2019

Volkswirtschaftliche Eckdaten Deutschland

Auf das Segment Deutschland entfielen im Berichtsjahr 26 Prozent des Umsatzes des OVB Konzerns. Die deutsche Wirtschaft wuchs 2018 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 1,4 Prozent, nach 2,2 Prozent im Jahr zuvor. Für Wachstumsimpulse im Berichtsjahr sorgten der private und öffentliche Konsum sowie Investitionen. Die Zuwächse fielen jedoch geringer aus als in den Vorjahren. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte im Jahresdurchschnitt 2018 mit 44,8 Millionen erneut einen Höchststand. Die staatlichen Haushalte erzielten einen Rekordüberschuss. Bei verhaltenen Preissteigerungen und hohen Lohnzuwächsen erhöhten sich die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um 3,2 Prozent.

Volkswirtschaftliche Eckdaten Süd- und Westeuropa

Die Länder des Segments Süd- und Westeuropa gehören – mit Ausnahme der Schweiz – der Eurozone an. In diesem Segment erwirtschaftete der OVB Konzern im Berichtsjahr 24 Prozent seines Umsatzes. Das Wirtschaftswachstum in dieser Ländergruppe ließ 2018 spürbar nach, teils aufgrund sinkender Nettoexporte, teils wegen länderspezifischer negativer Faktoren. So wurde die Konjunktur in Italien und zunehmend auch in Frankreich von langjährig ungelösten strukturellen Problemen belastet. Vergleichsweise gut entwickelten sich dagegen die Volkswirtschaften der Schweiz und Österreichs. Grundsätzlich verfügen die privaten Haushalte in Süd- und Westeuropa vielfach über ausreichend finanziellen Spielraum, um mehr Geld für die Risikoabsicherung und Altersvorsorge aufzuwenden.

  Reales BIP (Veränderung in %) Verbraucherpreise (Veränderung in %) Budgetsaldo der öffentlichen Haushalte (in % des BIP)
  2017 2018 e 2017 2018 e 2017 2018 e
Belgien 1,7 1,5 2,2 2,1 -0,9 -1,0
Frankreich 2,3 1,6 1,2 2,1 -2,7 -2,6
Griechenland 1,4 2,0 1,1 0,8 0,8 0,6
Italien 1,6 0,9 1,3 1,2 -2,4 -1,9
Österreich 2,6 2,6 2,2 2,1 -0,8 -0,2
Schweiz 1,7 2,7 0,5 1,0 0,3 1,2
Spanien 3,0 2,5 2,0 1,8 -3,1 -2,7
Eurozone 2,5 1,9 1,5 1,8 -1,0 -0,6

e = Schätzung (estimate)

Quelle: Raiffeisen RESEARCH, Strategie Globale Märkte, 1. Quartal 2019

Branchensituation

Im Zentrum der OVB Geschäftstätigkeit steht die langfristig angelegte, themenübergreifende Beratung und Betreuung von Privathaushalten zu den Themen Existenzsicherung, Absicherung von Sach- und Vermögenswerten, Altersvorsorge und Vermögensauf- und -ausbau.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld für den Absatz von Finanzprodukten in Europa blieb im Jahr 2018 eher günstig. Alle Länder wiesen eine positive Wirtschaftsentwicklung auf. Damit erhöhten sich tendenziell die verfügbaren Einkommen privater Haushalte. Der Spielraum für eigenverantwortliche finanzielle Vorsorge ist gegeben.

Dennoch traf der Absatz von Finanzprodukten in Europa weiterhin auf ein herausforderndes Umfeld. Die anhaltende Niedrigzinsphase erschwert den Aufbau privaten Vorsorgevermögens. Viele Finanzprodukte weisen derzeit nur eine minimale Rendite auf, die von der langsam wieder steigenden Teuerung ganz oder teilweise aufgezehrt wird. Die Unternehmen der Versicherungsbranche haben ihr Produktangebot dem Niedrigzinsumfeld angepasst. Viele Versicherer bieten keine klassischen Rentenversicherungen mit Zinsgarantie mehr an. Wachstumschancen bestehen dagegen weiterhin bei Produkten, die Langlebigkeit, Sterblichkeit, Pflegebedürftigkeit oder Berufsunfähigkeit absichern. Auf großes Interesse stoßen auch fondsgebundene Renten- und Lebensversicherungen, die betriebliche Altersvorsorge sowie Publikumsfonds auf Basis von Aktien, Anleihen oder Immobilien.

OVB ist der Überzeugung, dass der Bedarf an themenübergreifend kompetenter und umfassender persönlicher Beratung in allen Finanzfragen steigt: Das Produktangebot ist für private Haushalte kaum überschaubar und staatliche Förderungsmodalitäten sind nur schwer verständlich. Zudem müssen einmal getroffene Finanzentscheidungen mit Blick auf sich verändernde Bedürfnisse und Lebenssituationen regelmäßig überprüft werden.

Damit bietet der Markt der privaten Absicherung und Vorsorge aus OVB Sicht trotz des gegenwärtig herausfordernden Umfelds langfristiges Marktpotenzial und gute Wachstumschancen.

Geschäftsverlauf

Der OVB Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2018 Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 231,3 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 225,3 Mio. Euro. Die meisten Ländermarkte entwickelten sich positiv.

Die Zahl der betreuten Kunden entwickelte sich erfreulich und nahm von 3,35 Millionen Kunden Ende 2017 auf 3,48 Millionen Kunden zum Berichtsstichtag zu. Der OVB Außendienst umfasst 4.715 hauptberufliche Finanzvermittler (Vorjahr: 4.702 Finanzvermittler).

Zusammensetzung des Neugeschäfts 2018 (2017)

Die Struktur des Neugeschäfts im Hinblick auf die Art der vermittelten Finanzprodukte spiegelt die Beratungsschwerpunkte Existenzsicherung, Absicherung von Sach- und Vermögenswerten, Altersvorsorge und Vermögensauf- und -ausbau wider. Erneut dominierten fondsgebundene Vorsorgeprodukte die Nachfrage der Kunden in Europa. Ihr Anteil am Neugeschäft sank von 41,3 Prozent im Vorjahr auf 37,0 Prozent im Jahr 2018. Der Anteil der sonstigen Vorsorgeprodukte am Neugeschäft – hierzu zählen klassische Lebens- und Rentenversicherungen und insbesondere Produkte zur Absicherung biometrischer Risiken – belief sich auf 22,6 Prozent, nach 20,0 Prozent im Vorjahr. Sach-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen (mit einem Anteil von 12,2 Prozent, nach 11,7 Prozent), der Produktbereich Bausparen/-Finanzierungen (mit einem Anteil von 12,1 Prozent, nach 11,2 Prozent) sowie staatlich geförderte Vorsorgeprodukte (8,8 Prozent des 2018 vermittelten Geschäfts, nach 9,6 Prozent im Vorjahr) runden neben Investmentfonds, Krankenversicherungen und Immobilien den Allfinanz-Beratungsansatz ab.

Segment Mittel- und Osteuropa

Das Segment Mittel- und Osteuropa besteht aus den sieben Ländermärkten Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ukraine und Ungarn. Im Geschäftsjahr 2018 stiegen die Erträge aus Vermittlungen um 6,7 Prozent auf 116,3 Mio. Euro, gegenüber 109, 0 Mio. Euro im Vorjahr. Im Konzernlagebericht 2017 war noch ein moderater Umsatzrückgang prognostiziert worden. Während die Umsatzentwicklung in Tschechien rückläufig war, erzielte OVB in den anderen Ländermärkten des Segments deutliche Umsatzsteigerungen. Für OVB waren in der Region zum Jahresende 2018 2.752 Finanzvermittler tätig, gegenüber 2.753 Finanzvermittlern ein Jahr zuvor. Sie betreuten insgesamt 2,4 Millionen Kunden (Vorjahr: 2,3 Millionen Kunden).

Die Produktnachfrage konzentrierte sich 2018 mit 42,9 Prozent des Neugeschäfts (Vorjahr: 49,9 Prozent) weiterhin vor allem auf fondsgebundenen Vorsorgeprodukte, allerdings mit abnehmender Tendenz. Weitere wichtige Produktbereiche waren sonstige Vorsorgeprodukte mit 23,9 Prozent (Vorjahr: 18,7 Prozent), Produkte aus dem Bereich Bausparen/Finanzierungen mit 13,6 Prozent (Vorjahr: 13,1 Prozent) sowie Sach-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen mit 12,9 Prozent (Vorjahr: 12,0 Prozent).

Gesamtvertriebsprovisionen nach Regionen

Mio. Euro, Zahlen gerundet

Ergebnis vor Zinsen und Steuern

(EBIT) nach Segmenten

Mio. Euro, Zahlen gerundet

Segment Deutschland

Das Geschäft im Segment Deutschland entwickelte sich positiver als im Konzernlagebericht 2017 prognostiziert. Die Erträge aus Vermittlungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 59,4 Mio. Euro nach 59,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die Zahl der Finanzvermittler stieg von 1.296 Vermittlern zum Vorjahresultimo um 2,9 Prozent auf 1.333 Vermittler im Berichtsjahr. Sie betreuten 616.775 Kunden (Vorjahr: 623.138 Kunden). Die Produktnachfrage war breit gestreut: 28,2 Prozent des Neugeschäfts entfielen auf fondsgebundene Vorsorgeprodukte (Vorjahr: 31,8 Prozent), 18,0 Prozent auf sonstige Vorsorgeprodukte (Vorjahr: 18,5 Prozent), 14,8 Prozent auf Sach-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen (Vorjahr: 15,4 Prozent) und 15,3 Prozent auf Produkte im Bereich Bausparen/Finanzierungen (Vorjahr: 14,2 Prozent). Der Anteil des Absatzes von Investmentfonds am Neugeschäft erhöhte sich von 4,5 Prozent auf 7,4 Prozent.

Segment Süd- und Westeuropa

Das Segment Süd- und Westeuropa umfasst die sechs Ländermärkte Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Schweiz und Spanien. Die Erträge aus Vermittlungen erreichten hier 55,6 Mio. Euro, nach 57,2 Mio. Euro im Vorjahr. Im Konzernlagebericht 2017 war ein leichter Umsatzanstieg prognostiziert worden. In Österreich, der Schweiz, Frankreich und Griechenland konnte ein Umsatzwachstum erzielt werden. In Italien und Spanien war die Umsatzentwicklung spürbar rückläufig. Die Zahl der in diesem Segment tätigen Finanzvermittler nahm von 653 auf 630 Vermittler ab. Sie betreuten 481.283 Kunden gegenüber 453.044 Kunden ein Jahr zuvor.

Beim Neugeschäft lagen fondsgebundene Vorsorgeprodukten mit einem Anteil von 32,1 Prozent (Vorjahr: 30,2 Prozent) vorne, gefolgt von staatlich geförderten Vorsorgeprodukten mit 25,8 Prozent (Vorjahr: 28,5 Prozent) und sonstigen Vorsorgeprodukten mit 24,2 Prozent (Vorjahr: 24,1 Prozent).

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des OVB Konzerns

Ertragslage

Der OVB Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2018 Erträge aus Vermittlungen von 231,3 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert von 221,6 Mio. Euro entspricht dies einem Anstieg um 4,4 Prozent. Einschließlich sogenannter Sekundärverträge, die auf direkten Vertragsbeziehungen zwischen Produktpartnern und dem Außendienst im Segment Deutschland beruhten, 2017 letztmals ausgewiesen und per Ende September 2017 abschließend auf die OVB Vermögensberatung AG übertragen wurden, beliefen sich die Gesamtvertriebsprovisionen 2017 auf 225,3 Mio. Euro. Auf dieser Vergleichsbasis erreichte der OVB Konzern 2018 ein Umsatzwachstum von 2,7 Prozent. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von 9,7 Mio. Euro 2017 um 17,8 Prozent auf 11,4 Mio. Euro im Berichtsjahr zu. Diese Entwicklung stand im Zusammenhang mit erhöhten Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, Erträgen aus entfallenen Verpflichtungen sowie Erstattungen von Finanzvermittlern, beispielsweise für IT-Aufwendungen oder Schulungskosten.

Die Aufwendungen für Vermittlungen erhöhten sich von 148,0 Mio. Euro 2017 um 4,8 Prozent auf 155,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Diese Zunahme resultiert aus dem Umsatzwachstum sowie der Übernahme der Sekundärverträge. Der Personalaufwand für die Angestellten des Konzerns stieg plangemäß um 6,5 Prozent von 28,0 Mio. Euro auf 29,8 Mio. Euro. Ursachen waren Neueinstellungen im Rahmen regulatorischer Anforderungen und strategischer Maßnahmen sowie marktbedingte Gehaltserhöhungen. Die Abschreibungen nahmen in geringem Maße von 4,1 Mio. Euro auf 4,3 Mio. Euro zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiteten sich von 35,2 Mio. Euro um 14,9 Prozent auf 40,5 Mio. Euro aus, zum Teil korrespondierend zum Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge.

Das operative Ergebnis (EBIT) des OVB Konzerns sank von 16,0 Mio. Euro 2017 um 17,6 Prozent auf 13,2 Mio. Euro. Der EBIT-Beitrag des Segments Mittel- und Osteuropa stieg im Jahresvergleich – entgegen einer ursprünglich erwarteten Abschwächung – von 9,5 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro. Ergebnisrückgängen in Tschechien und in der Ukraine standen Ergebnisverbesserungen in allen anderen Landesgesellschaften des Segments gegenüber. Auch das operative Ergebnis des Segments Deutschland legte entgegen den ursprünglichen Erwartungen von 6,7 Mio. Euro auf 7,1 Mio. Euro zu. Die Ergebnisentwicklung in den Landesgesellschaften des Segments Süd- und Westeuropa verlief 2018 sehr unterschiedlich. Während das EBIT in Spanien, Italien und Griechenland abnahm, zeigte der Ländermarkt Österreich eine nahezu stabile Entwicklung. Frankreich und die Schweiz erzielten Ergebniszuwächse. In Summe reduzierte sich das EBIT des Segments Süd- und Westeuropa, für das zu Jahresbeginn 2018 ein Anstieg erwartet worden war, von 7,6 Mio. Euro auf 6,2 Mio. Euro.

Der Ergebnisfehlbetrag der Zentralbereiche weitete sich von 7,8 Mio. Euro 2017 auf 10,1 Mio. Euro im Berichtsjahr höher als erwartet aus. Ursachen waren erhöhte Aufwendungen für die Umsetzung strategischer Maßnahmen sowie die Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Die EBIT-Marge des Konzerns bezogen auf die Erträge aus Vermittlungen sank von 7,2 Prozent auf 5,7 Prozent.

Erhöhte Finanzaufwendungen führten 2018 zu einem mit -0,3 Mio. Euro leicht negativen Finanzergebnis (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). Der Aufwand für Ertragsteuern nahm von 4,0 Mio. Euro auf 3,1 Mio. Euro ab. Insgesamt sank das Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter von 12,1 Mio. Euro 2017 auf 9,6 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das Ergebnis je Aktie – jeweils berechnet auf Basis von 14.251.314 Stückaktien – verminderte sich demzufolge von 0,85 Euro auf 0,67 Euro.

Das Gesamtergebnis des OVB Konzerns erreichte im Berichtsjahr 9,5 Mio. Euro, nach 11,6 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Konzernergebnisses um 2,5 Mio. Euro. Gegenläufig wirkten die verminderten negativen Effekte aus der Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung sowie der erfolgsneutralen Veränderung aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Juni 2019 voraussichtlich vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividendenausschüttung von unverändert zum Vorjahr 0,75 Euro je Aktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beliefe sich damit auf 10,7 Mio. Euro.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des OVB Konzerns erhöhte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. Euro. Der Mittelzufluss erreichte 15,5 Mio. Euro, nach 13,8 Mio. Euro im Jahr zuvor. Positiv wirkten im Periodenvergleich im Wesentlichen eine Zunahme der Rückstellungen und eine geringere Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva. Zudem hatten unrealisierte Währungsverluste und ein verringertes Finanzergebnis einen positiven Effekt auf den Cashflow. Dem standen vor allem der Rückgang des Konzernergebnisses und eine geringere Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva gegenüber.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 13,2 Mio. Euro, nach 17,6 Mio. Euro im Vorjahr. Bestimmend für diese Entwicklung waren Dispositionen im Wertpapier- und Kapitalanlageportfolio: So sanken die Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere und übrige kurzfristige Kapitalanlagen von 23,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,6 Mio. Euro im Berichtsjahr. Gegenläufig stiegen die Investitionen in das Finanzanlagevermögen von 0,2 Mio. Euro auf 7,1 Mio. Euro. Des Weiteren nahmen die Einzahlungen aus Abgängen von Wertpapieren und übrigen kurzfristigen Kapitalanlagen von 8,6 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro ab. In das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen investierte das Unternehmen 4,0 Mio. Euro, gegenüber 4,3 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurde sowohl im Berichts- als auch im Vorjahr ausschließlich durch die Ausschüttung der Dividende bestimmt und belief sich auf 10,9 Mio. Euro (Vorjahr: 10,8 Mio. Euro).

Der Finanzmittelbestand des OVB Konzerns sank als Summe dieser Entwicklungen von 55,5 Mio. Euro Ende 2017 um 9,0 Mio. Euro auf 46,5 Mio. Euro zum Bilanzstichtag 2018.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg von 173,0 Mio. Euro zum Jahresultimo 2017 um 13,3 Mio. Euro auf 186,3 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Berichtsjahrs.

Dabei erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte von 23,4 Mio. Euro auf 30,0 Mio. Euro, ausschließlich bedingt durch eine Aufstockung der Finanzanlagen in 2018.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen von 149,6 Mio. Euro auf 156,3 Mio. Euro zu. Bestimmend für diese Entwicklung war vor allem ein Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 10,9 Mio. Euro auf 34,5 Mio. Euro (Vorjahr: 23,6 Mio. Euro) im Zusammenhang mit dem erstmaligen Ausweis von Vertragsvermögenswerten aus nachlaufenden Provisionen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen nahmen im Berichtsjahr ebenfalls zu. Gegenläufig verringerten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 55,5 Mio. Euro um 9,0 Mio. Euro auf 46,5 Mio. Euro. Der Anstieg der Bilanzsumme wurde auf der Aktivseite also gleichermaßen von der Ausweitung der langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerte getragen.

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 geringfügig von 89,2 Mio. Euro auf 90,4 Mio. Euro. Ursächlich war der nach Dividendenausschüttung verbleibende Zuwachs des Bilanzgewinns um 1,5 Mio. Euro auf 22,6 Mio. Euro (Vorjahr: 21,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote liegt mit 48,5 Prozent (Vorjahr: 51,6 Prozent) nach wie vor auf sehr solidem Niveau. Die vergleichsweise äußerst geringfügigen langfristigen Schulden nahmen hauptsächlich aufgrund eines Anstiegs der passiven latenten Steuern leicht um 0,2 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro zu. Die kurzfristigen Schulden, die der Finanzierung der Geschäftstätigkeit dienen, weiteten sich um 11,8 Mio. Euro auf 94,6 Mio. Euro aus (Vorjahr: 82,8 Mio. Euro). Der Ansatz von Vertragsverbindlichkeiten aus nachlaufenden Provisionen führte hierbei zu einer Aufstockung der anderen Rückstellungen um 10,0 Mio. Euro auf 40,9 Mio. Euro (Vorjahr: 30,9 Mio. Euro). Daneben nahmen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,0 Mio. Euro und die anderen Verbindlichkeiten um 0,6 Mio. Euro zu.

Vergleich der prognostizierten und der tatsächlichen Entwicklung

Im Prognosebericht des Zusammengefassten Lageberichts 2017, der am 23. März 2018 veröffentlicht wurde, hatte der Vorstand erwartet, dass der Umsatz des Konzerns im Geschäftsjahr 2018 bei unterschiedlichen marktspezifischen Trends in einzelnen Ländern gegenüber 2017 leicht zurückgehen werde.

Beim operativen Ergebnis (EBIT) wurde zu diesem Zeitpunkt mit einem Rückgang auf 13,0 bis 13,5 Mio. Euro gerechnet, bedingt durch steigenden investiven Aufwand im Rahmen der Umsetzung der Strategie „Evolution 2022“. Im Ausblick der Berichte nach drei und nach sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 bestätigte der Vorstand jeweils diese Prognosen. Im Neunmonatsbericht 2018, der am 9. November 2018 veröffentlicht wurde, passte der Vorstand angesichts einer erfreulichen Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2018 seine Umsatzprognose dahingehend an, dass nunmehr ein leichter Umsatzanstieg für das Gesamtjahr erwartet wurde. Die Ergebnisprognose blieb unverändert.

Die von der OVB Holding AG erzielten Erträge aus Vermittlungen stiegen im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zu den für 2017 letztmalig ausgewiesenen Gesamtvertriebsprovisionen um 2,7 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 13,2 Mio. Euro. Somit wurden die unterjährig angepasste Umsatzprognose und die Ergebnisprognose erfüllt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der OVB Holding AG

Die OVB Holding AG steht als Managementholding an der Spitze des OVB Konzerns. Sie hält direkt und indirekt die Anteile an den zum OVB Konzern gehörenden Gesellschaften und nimmt unter anderem Aufgaben in den Bereichen Planung, Controlling, Kommunikation, Marketing, IT, Compliance und Risikomanagement für den Konzern wahr.

Die Ertragslage der OVB Holding AG als Konzernholding wird im Wesentlichen durch die Erträge aus diesen Beteiligungen beeinflusst.

Der Personalaufwand für die durchschnittlich 94 Angestellten der Holding (Vorjahr: 80 Angestellte) erhöhte sich im Berichtszeitraum von 8,4 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro.

Der Jahresabschluss der OVB Holding AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Ertragslage

(in TEUR) 2018 2017
Umsatzerlöse 11.760 10.724
Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 12.851 12.493
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags erhaltene Gewinne 6.853 6.650
Jahresüberschuss 10.103 11.870

Die OVB Holding AG erzielte im Berichtsjahr Beteiligungserträge in Höhe von insgesamt 12,9 Mio. Euro (Vorjahr: 12,5 Mio. Euro). Der aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags erhaltene Gewinn der deutschen Tochtergesellschaft OVB Vermögensberatung AG betrug im Berichtsjahr 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro).

Das Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der OVB Holding AG belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 10,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,8 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres belief sich auf 10,1 Mio. (Vorjahr 11,9 Mio. Euro).

Vermögens- und Finanzlage

(in TEUR) 31.12.2018 31.12.2017
Anlagevermögen 37.952 34.672
Umlaufvermögen 51.718 55.597
Eigenkapital 85.099 85.684
Rückstellungen 3.440 3.464
Verbindlichkeiten 1.291 1.225

Die Bilanzsumme der OVB Holding AG reduzierte sich von 90,4 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2017 auf 89,8 Mio. Euro zum Ende des Berichtsjahres.

Das Vermögen der OVB Holding AG besteht im Wesentlichen aus Anteilen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die zum ganz überwiegenden Teil durch Eigenkapital refinanziert sind.

Die Vermögensstruktur ist zum Vorjahr weitestgehend unverändert.

Die Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhaltet im Wesentlichen Dividendenansprüche und Forderungen aus laufendem Verrechnungsverkehr.

Die Kapitalstruktur der OVB Holding AG ist geprägt durch eine solide Eigenkapitalausstattung: Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Jahresultimo 2018 85,1 Mio. Euro (Vorjahr: 85,7 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote des Unternehmens sank geringfügig von 94,8 Prozent auf 94,7 Prozent.

Liquidität und Dividende

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 16,8 Mio. Euro). Der Rückgang der liquiden Mittel resultiert aus gestiegenen Betriebskosten im Rahmen der Strategieumsetzung und einer Umschichtung in Finanzanlagen. Für das Geschäftsjahr 2017 ist im Jahr 2018 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie (Gesamtvolumen 10,7 Mio. Euro) ausgeschüttet worden.

Dividendenzahlungen erfolgen je nach Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Vorstand und Aufsichtsrat der OVB Holding AG werden der Hauptversammlung am 14. Juni 2019 daher voraussichtlich vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn der OVB Holding AG eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 0,75 Euro je Aktie auszuschütten.

Zum 31. Dezember 2018 waren insgesamt 14.251.314 Aktien dividendenberechtigt. Die Ausschüttungssumme der OVB Holding AG für das Geschäftsjahr 2018 wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung 10,7 Mio. Euro betragen.

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2018

Der Umsatz des OVB Konzerns ist 2018 im Vergleich zu den Gesamtvertriebsprovisionen 2017um 2,7 Prozent gewachsen und hat sich damit besser entwickelt als ursprünglich erwartet. Einmal mehr hat das OVB Geschäftsmodell seine Stabilität und sein Potenzial auch bei herausfordernden Rahmenbedingungen unter Beweis gestellt. Gezielte Investitionen und Mehraufwendungen im Rahmen der Strategie „OVB Evolution 2022“ dienen der Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Damit einher ging 2018 ein geplanter Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT).

Unsere Erwartungen an das Geschäftsjahr 2018 haben sich somit erfüllt.

Chancen- und Risikobericht

Chancenmanagement

Die Unternehmenskultur von OVB legt hohen Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Vor allem die selbstständigen Finanzvermittler von OVB verstehen sich als Unternehmer.

Es gehört daher zu den selbstverständlichen Aufgaben aller Finanzvermittler und Mitarbeiter von OVB – unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang – kontinuierlich geschäftliche Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Landesgesellschaften des OVB Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene zu identifizieren und mit dem Ziel einer möglichst überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. Diese Chancen können sich beispielsweise im Rahmen der Vermittlungstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben. In der OVB Holding AG werden strategische Ziele bestimmt. Diese werden bewertet und Maßnahmen zu ihrer Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands der OVB Holding AG, regelmäßig strategische Chancen – vielfach im Zusammenwirken mit dem Aufsichtsrat – zu erörtern und entsprechende Initiativen zur Nutzung der Chancen zu ergreifen.

Grundsätze und Ziele des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Risiko heißt für OVB die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne.

Diese Gefahr kann durch interne oder externe Faktoren ausgelöst werden. Auftretende Risiken sollen so früh wie möglich erkannt werden, um schnell und angemessen darauf reagieren zu können. Die Ziele des Risikomanagements sind die stetige Weiterentwicklung des bestehenden Risikofrühwarnsystems, systematische Auseinandersetzung mit bestehenden und potenziellen Risiken, die Förderung des risikoorientierten Denkens und Handelns in der Gesamtorganisation und somit ein bewusstes Eingehen von Risiken aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge. OVB achtet auf ein ausgeglichenes Chancen-Risiken-Verhältnis.

Struktur und Prozess des Risikomanagements

Die Organisation des Risikomanagements, die verwendeten Methoden und die implementierten Prozesse sind in der Konzernrichtlinie zum Risikomanagement schriftlich dokumentiert und stehen allen verantwortlichen Mitarbeitern zur Verfügung. Die standardisierten Risikomanagementprozesse stellen sicher, dass der Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und strukturiert über die aktuelle Risikosituation des Konzerns informiert werden.

Die unternehmensstrategische Steuerung liegt beim Vorstand der OVB Holding AG.

Dieser legt im Zusammenwirken mit dem Management der Tochtergesellschaften die europaweite Strategie der Geschäftstätigkeit und die daraus abgeleitete Risikostrategie fest.

Alle operativ tätigen Tochtergesellschaften sind verpflichtet, im Rahmen der vom Konzern definierten Vorgaben ein an ihr spezifisches Geschäft angemessenes Risikomanagementsystem einzurichten und laufend zu überwachen. Risikofrühwarnindikatoren werden definiert und kontinuierlich beobachtet. Wichtiger Bestandteil des Risikomanagements ist das an aktuelle Entwicklungen angepasste Risikofrüherkennungssystem, das die identifizierten Einzelrisiken in Risikokategorien zusammenfasst und jedem Risiko einen Risikoverantwortlichen zuordnet.

Wesentliche Risiken werden durch die einzelnen Risikoverantwortlichen der Funktionsbereiche bzw. durch die dezentralen Risikomanager der operativen Gesellschaften in den jährlichen Risikoinventuren identifiziert, quantifiziert und die getroffenen Maßnahmen dokumentiert.

Neben dem unmittelbaren Austausch des zentralen Risikomanagers mit dem Vorstand erfolgen standardisierte Risikoberichte an Vorstand und Aufsichtsrat, in denen die aktuelle Risikosituation von OVB aufgezeigt wird. Im Rahmen des Risikoreportings werden Schwellenwerte und Meldewege definiert. Risikoanalysen werden zunächst auf Ebene der Konzerngesellschaften und der einzelnen Verantwortungsbereiche durchgeführt. Das regelmäßige Reporting der verschiedenen Abteilungen der Holding und der Tochtergesellschaften wird vom zentralen Risikoverantwortlichen der Holding zu einer konzernübergreifenden, laufenden, bei Bedarf sofortigen Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat verdichtet. Kernstück des Konzernrisikoberichts ist das „Konzern-Risiko-Cockpit“, in dem die wesentlichen Risiken der Landesgesellschaften aufgezeigt und zum Konzernrisiko aggregiert werden.

Konzernweite Konsultationen und regelmäßige Abstimmungen mit den Führungskräften des Außendienstes ergänzen dieses Früherkennungssystem. Über Ad-hoc-Risikomeldungen wird der zentrale Risikoverantwortliche der Holding darüber hinaus bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt unterrichtet.

Im Rahmen der Unternehmensplanung schätzt OVB die potenziellen Risiken im Vorfeld wesentlicher Geschäftsentscheidungen ein, während das Berichtswesen eine angemessene Überwachung solcher Risiken im Rahmen der Geschäftstätigkeit ermöglicht.

OVB Risikomanagementprozess

Ein effizienter Controllingprozess unterstützt die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken.

Weitere Elemente des Risikomanagementsystems sind die interne Revision und das Compliance Management, die konzernweit Überwachungs- und Kontrollaufgaben wahrnehmen.

Die interne Revision arbeitet im Auftrag des Konzernvorstands als unabhängige und konzernweit zuständige Instanz. Auch bei Berichterstattung und Wertung der Prüfungsergebnisse handelt die Revision weisungsungebunden. Basierend auf ihrem jährlichen Prüfungsplan führt die interne Revision regelmäßig in der Holding sowie in in- und ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns risikoorientierte Prüfungen durch und kontrolliert die Behebung der getroffenen Prüfungsfeststellungen. Sie überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen, bewertet das Risikomanagement, die Kontroll- sowie Führungs- und Überwachungssysteme sowie rechnungslegungsrelevante Prozesse und gibt Hinweise zu ihrer stetigen Verbesserung.

Oberstes Ziel des Compliance Managements ist es, Risiken aus der Nichteinhaltung von geltendem Recht, internen Standards und Prozessen durch präventive Maßnahmen zu verhindern beziehungsweise zu minimieren.

Weiterentwicklung des Risikomanagements

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ist eine wichtige Voraussetzung für die Möglichkeit der zeitnahen Reaktion auf sich ändernde Rahmenbedingungen, die direkt oder indirekt Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der OVB Holding AG haben können.

Ein fortlaufender Erfahrungsaustausch mit den dezentralen Risikomanagern stellt sicher, dass neue Erkenntnisse in das Risikomanagement einfließen und dadurch eine Weiterentwicklung gewährleistet wird.

Darüber hinaus sind Weiterbildungsmaßnahmen ein wesentliches Element, um das Wissen der Prozessbeteiligten stetig zu aktualisieren.

Zudem wird das Risikomanagement der OVB Holding AG regelmäßig durch die interne Revision überprüft. Die Revisionsprüfungen tragen zur Überwachung des Risikomanagementsystems bei und liefern Erkenntnisse, mit denen die Qualität erhöht und die Weiterentwicklung des Risikomanagements weiter vorangeführt wird. Neben der Risikoinventur wurden alle Maßnahmen zur Früherkennung, Begrenzung und Bewältigung von Risiken im Jahresverlauf 2018 im Rahmen der jährlichen Überprüfung vor dem Hintergrund interner und externer Entwicklungen analysiert, angepasst und ergänzt.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht. Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei bilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems:

klare Führungs- und Unternehmensstruktur: Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden über die OVB Holding AG zentral gesteuert. Gleichzeitig verfügen die einzelnen Unternehmen des Konzerns über ein

hohes Maß an Selbstständigkeit

Vorgabe einer ordnungsgemäßen Funktionstrennung und Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips als Grundprinzipien

klare Trennung sowie Zuordnung der Verantwortungsbereiche im Hinblick auf die am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche

Local Accounting, Tax, Group Accounting, Controlling

Schutz gegen unbefugte Zugriffe bei allen im Rechnungswesen genutzten Systemen

Einsatz von Standardsoftware im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme

adäquates Richtlinienwesen (z. B. Konzernhandbuch, Zahlungsrichtlinien, Projektmanagementrichtlinie, Einkaufsrichtlinien, Code of Conduct usw.), das laufende Aktualisierungen erfährt

Aufgaben- und anforderungsgerechte Ausstattung der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche

klar definierte Arbeitsprozesse sowie die Dokumentation und Nachverfolgung der buchungspflichtigen Sachverhalte zum Zwecke einer vollständigen und sachlich geprüften Erfassung in der Buchhaltung

Sicherstellung, dass Buchungsbelege auf rechnerische und sachliche Richtigkeit geprüft werden. Zahlungsläufe erfolgen nach dem Vier-Augen-Prinzip

eingerichtete Überwachungsgremien (z. B. die interne Revision und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats) dienen der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung

regelmäßige risikoorientierte Prüfungen der rechnungslegungsrelevanten Prozesse durch die prozessunabhängige interne Revision

Das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess – als Teil des Risikomanagementsystems – stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie nachgelagerte Kontroll- und Überprüfungsmechanismen stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher.

Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen als Grundlage vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

Chancen und Risiken im Einzelnen

Nachfolgend werden Chancen und Risiken beschrieben, die erhebliche vor- oder nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von OVB haben können. Zusätzliche quantitative Angaben in Verbindung mit den Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7 finden sich im Konzernanhang im Abschnitt 3.5 „Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements“.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Das OVB Geschäftsumfeld wird durch Veränderungen in den ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst. OVB beobachtet die politischen, regulatorischen, ökonomischen und konjunkturellen Entwicklungen in den Märkten, in denen sie sich bewegt, nutzt externe Marktanalysen sowie das Know-how externer Experten und Analysten, um die strategische und operative Ausrichtung vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zu überprüfen.

Dies gilt auch für Chancen und Risiken, die mit der Erschließung neuer Märkte verbunden sind.

Weitere Expansionspläne macht OVB davon abhängig, dass in dem jeweiligen Land geordnete politische und rechtliche Verhältnisse herrschen und die wirtschaftliche Lage erwarten lässt, dass OVB in einer den Marktverhältnissen angemessenen Frist die geschäftlichen Aktivitäten profitabel vorantreiben kann.

Angesichts der besonderen Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung wirken die breite regionale Aufstellung des OVB Konzerns innerhalb Europas, die Marktrisiken und -rückgänge einzelner Länder mit den Chancen anderer Märkte kompensieren kann, sowie eine breite Kundenbasis tendenziell risikomindernd. Dementsprechend hat sich in den letzten Jahren auch die Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung des Konzerns von einzelnen Ländermärkten verringert.

Zugleich eröffnet die internationale Ausrichtung von OVB Chancen, an besonders günstigen Entwicklungen in einzelnen Märkten zu partizipieren. Auch eine Verteilung der Geschäftstätigkeit auf verschiedenste Produkte, die der Existenzsicherung und der Absicherung von Sach- und Vermögenswerten sowie der Altersvorsorge und dem Vermögensauf- und -ausbau dienen und an die jeweiligen Marktgegebenheiten angepasst sind, wirkt den Risiken, zumindest in Teilbereichen, entgegen.

Das voraussichtliche Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union und eventuelle Auswirkungen auf den OVB Konzern bleiben abzuwarten. Derzeit geht OVB weder von zusätzlichen Chancen noch Risiken aus. Eine eventuelle Abschwächung der Konjunktur in Europa durch den „Brexit“ könnte die Geschäftstätigkeit von OVB geringfügig beeinflussen.

Chancen und Risiken aus der Entwicklung unternehmensspezifischer Wertfaktoren

Unternehmensspezifische Wertfaktoren des geschäftlichen Erfolgs der Gesellschaften des OVB Konzerns sind der Ausbau der Vermittlerbasis, die Ausweitung der Kundenzahl sowie die Struktur und Qualität des Beratungs- und Vermittlungsgeschäfts.

OVB ist in allen nationalen Märkten, in denen sie tätig ist, vornehmlich auf die Beratung und Betreuung von privaten Haushalten mit mittlerem und höherem Einkommen fokussiert.

Die Gewinnung neuer Kunden und die Sicherung einer langfristigen Kundenbeziehung sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren.

Die Entwicklung der Einkommen und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte in Europa blieben 2018 aufwärtsgerichtet. Dies eröffnet die Chance, den Absatz von Finanzprodukten auszuweiten. Andererseits liegt das durchschnittliche Einkommen der privaten Haushalte in den 14 Ländern, in denen OVB tätig ist, auf unterschiedlichem Niveau.

Insgesamt sieht OVB aufgrund der nach wie vor bestehenden Notwendigkeit zur Eigenvorsorge und insbesondere auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in allen Ländern, in denen OVB Konzerngesellschaften tätig sind, Bedarf für die OVB Dienstleistung und damit ausreichend Potenzial für Neugeschäft.

Der kontinuierliche Ausbau der Vermittlerorganisation sowie die nachhaltige Bindung einer ausreichenden Zahl engagierter und kompetenter Finanzvermittler sind weitere Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg von OVB und das zukünftige Wachstum. Bei der Gewinnung neuer Finanzvermittler könnten demografische Effekte tendenziell hemmend wirken. Die Entwicklung der Vermittlerbasis ist Gegenstand des periodischen Berichtswesens.

Positive oder negative Entwicklungen werden vom Management laufend auf ihre Auswirkungen analysiert. Eine mögliche Fluktuation von Vermittlern in einer sich konsolidierenden Branche birgt zugleich Chancen wie auch Risiken in sich.

OVB sieht sich aufgrund der langjährigen Erfahrung sowohl in der Lage, einer möglichen Beraterfluktuation entgegenzuwirken, als auch neue Finanzvermittler an sich zu binden.

Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel eine transparente Vertragsgestaltung, ein wettbewerbsfähiges Provisionsmodell für den Außendienst sowie internationale Karrieremöglichkeiten.

Zugleich legen die Konzerngesellschaften großen Wert auf die Aus- und stetige Weiterbildung ihrer Finanzvermittler.

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Branchentypische Chancen und Risiken für OVB ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen der Märkte für Altersvorsorge, Gesundheitsvorsorge, Geldanlage und Finanzierungen. Dabei beeinflussen steuer- und sozialpolitische Rahmenbedingungen, Entwicklungen am Kapitalmarkt und vielfältige regulatorische Neuerungen das Geschäft von OVB.

Mit der Richtlinie (EU) 2016/97 (IDD = Versicherungsvertriebs-Richtlinie) regelte die Europäische Union ein vereinheitlichtes Anforderungsniveau für die Vermittlung von Versicherungsprodukten in der EU. Zielsetzung ist neben einer Förderung der Marktintegration eine Stärkung des Verbraucherschutzes.

Für OVB besonders relevant sind die darauffolgenden Umsetzungen der nationalen Gesetzgeber in den Mitgliedsstaaten in den Themenbereichen Wohlverhaltensregeln, Transparenzvorschriften und Anforderungen an die berufliche Weiterbildung. Nach einer Verschiebung des Geltungsbeginns der Richtlinie trat diese in den meisten europäischen Ländern im Jahr 2018 in Kraft.

In der Richtlinie ist weder ein explizites Provisionsverbot noch eine Deckelung vorgesehen. Dennoch können weitere Provisionsregulierungen nicht ausgeschlossen werden.

Um eine weiterführende Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt zu erreichen, löste zum 3. Januar 2018 die MiFID-II-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (2014/65/EU) ihre Vorgängerin ab. Ziele der MiFID-II-Richtlinie sind neben einer Neustrukturierung der Wertpapier- und Derivatemärkte auch eine weitere Stärkung des Anlegerschutzes. Auch sie war von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umzusetzen.

Da die europäischen Richtlinien Evaluierungsaufträge normieren, kann grundsätzlich hier eine weitergehende Regulierung des Finanzdienstleistungsmarktes nicht ausgeschlossen werden. So entsprechen weitere Steigerungen des Anlegerschutzes durch zusätzliche Transparenz-, Kundeninformations- und Beratungsdokumentationsanforderungen dem Erwartungshorizont. Nicht zuletzt die Pflichten zur Offenlegung von Kosten und Provisionen sind Herausforderungen auch für die klassische Provisionsberatung.

In diesem Umfeld beobachtet und analysiert OVB kontinuierlich politische Entscheidungsprozesse, um frühzeitig Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell sowie auf die strategische Positionierung in den Ländermärkten beurteilen zu können. Beständig besteht das Risiko durch Neuregulierungen, entgegen der ursprünglichen regulatorischen Intention, die private Absicherung und Vorsorge zu bremsen.

Für OVB besteht die Chance, dass der Konzern aufgrund seiner breiten europäischen Aufstellung und langjährigen Erfahrung, seiner kompetenten Mitarbeiter und seiner hohen Finanzkraft die steigenden regulatorischen Anforderungen besser und effizienter erfüllen kann als kleinere Akteure am Markt. Daraus können für OVB Vorteile im Wettbewerb und bei der Konsolidierung der Branche resultieren.

OVB verfügt über eine breite Palette leistungsstarker Produktpartner. Es werden Finanzprodukte von über 100 Versicherungen, Investmentgesellschaften, Bausparkassen oder Banken vermittelt. Auf dieser Grundlage ist es möglich, für den einzelnen Kunden bedarfsgerechte Produktangebote und -konzepte auszuwählen und zu realisieren.

Die mit der Produktauswahl verbundenen Risiken werden durch die Zusammenarbeit mit renommierten und international erfahrenen Produktanbietern auf Basis einer langfristig angelegten Partnerschaft und durch Einbeziehung externer Analysen begrenzt.

Durch eine umfassende Marktbeobachtung identifiziert OVB Kundenbedürfnisse und Markttrends, die in Zusammenarbeit mit den Produktpartnern mit wettbewerbsfähigen, auf die Kundenwünsche zugeschnittenen Produkten bedient werden. Im ständigen Dialog mit den Partnern stellt OVB die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des Produktportfolios europaweit sicher.

Risiken aus einer rückläufigen Attraktivität der Produkte begegnet OVB durch fortlaufende Beobachtung der Kundenresonanz. Im Austausch mit den Finanzvermittlern werden deren Erfahrungen und Vorschläge zur Verbesserung und zum Ausbau des Produktportfolios und der damit verbundenen Serviceleistungen durch eingerichtete Gremien verwertet. Eine Verringerung des Absatzes einzelner Produkte kann OVB zumindest teilweise durch den Absatz anderer Produkte kompensieren.

Wesentlicher Baustein der OVB Unternehmensstrategie stellt die Premium-Select-Strategie dar. Eine besonders enge Zusammenarbeit mit leistungsstarken Produktpartnern bietet OVB die Chance, über Wettbewerbsvorteile Marktanteile zu gewinnen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ausfallrisiken können sich aus Forderungen gegenüber Geschäftspartnern sowie aus der Gewährung von Provisionsvorschüssen und Provisionsrückbelastungen gegenüber dem Außendienst ergeben. In Einzelfällen werden, zur Überbrückung des Zeitraums bis zum Zahlungseingang durch die Produktgeber, erwirtschaftete aber noch nicht vereinnahmte Provisionen an den Außendienst gezahlt. Risiken aus Forderungsausfällen begegnet OVB durch ein risikoorientiertes Forderungsmanagement und eine sorgfältige Auswahl der Geschäfts- und Produktpartner.

Auf Forderungen, die aus heutiger Sicht risikobehaftet sind, werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Diese berücksichtigen zeitnahe Informationen über die Bonität der Schuldner, zu erwartende Provisionseinnahmen sowie die Altersstruktur der Forderungen. Die Ausfallquote der Forderungen für das Berichtsjahr beträgt 0,55 Prozent (Vorjahr: 0,23 Prozent).

Für Stornorisiken sorgt OVB durch entsprechende Stornoreserveeinbehalte bei den Vermittlern und Stornorückstellungen vor, deren Höhe sich an dem im Haftungszeitraum zugeflossenen Provisionsaufkommen sowie den nach den Erfahrungen der Vergangenheit zu erwartenden Provisionsrückforderungen bemisst.

Emittentenrisiken bei der Anlage liquider Mittel werden durch strenge Bonitätsanforderungen sowie Kapitalanlagemanagement begrenzt. OVB unterhält Geschäftsbeziehungen zu mehreren Banken, die unterschiedlichen Bankensystemen angehören. OVB beobachtet die Bonität dieser Banken genau und berücksichtigt, sofern verfügbar, die Einschätzung namhafter Ratingagenturen.

Marktrisiken sind Gefahren eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussender Parameter eintreten kann. Zu den Marktpreisrisiken zählen Zinsrisiken, Währungsrisiken und Aktienkursrisiken. Im Bestand befindliche Aktien, Anleihen und Fonds können durch Marktpreisschwankungen vorrangig einem Kursrisiko ausgesetzt sein. OVB variiert Anlagevolumina und Emittenten, um diesem Risiko zu begegnen. Über eine ständige Überwachung und Bewertung des Portfolios werden mögliche Ergebnisauswirkungen starker Kursschwankungen frühzeitig identifiziert. Die Begrenzung von Risiken kann auch eine kurzfristige, vollständige Liquidation von Positionen umfassen. Insgesamt besitzen sachwertorientierte Kapitalanlagen bei den Konzerngesellschaften eine untergeordnete Bedeutung. Wenn das für Kapitalanlagen relevante Marktzinsniveau während des gesamten Jahres 2018 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 479 höher (niedriger) ausgefallen.

Währungsrisiken bestehen aufgrund der internationalen Ausrichtung von OVB. OVB beobachtet daher kontinuierlich die Entwicklung an den Devisenmärkten und prüft dabei insbesondere die Notwendigkeit zusätzlicher Absicherungsmaßnahmen.

Liquiditätsrisiken sind bei OVB gering, da das operative Geschäft aus dem laufenden Cashflow finanziert und die Steuerung und die Anlage überschüssiger Liquidität durch Liquiditätsberichte unterstützt werden. Diese Berichte ermöglichen einen regelmäßigen Einblick in die finanzielle Entwicklung und den daraus abgeleiteten Liquiditätsbedarf der Tochterunternehmen und der Holding.

Mit diesen Maßnahmen diversifiziert OVB zugleich die Risiken der Inanspruchnahme aus für die Konzerngesellschaften abgegebenen Garantien oder Patronatserklärungen.

Betriebliche Risiken

OVB greift zur Abwicklung der Geschäftsabläufe auf interne Mitarbeiter und externe Dienstleister sowie auf technische und bauliche Einrichtungen zurück.

Für die Arbeitsabläufe zur Abwicklung und Abrechnung der Geschäftsvorfälle sind verbindliche Regeln definiert. Mitarbeiter, die mit vertraulichen Daten operieren, verpflichten sich zur Einhaltung verbindlicher Vorschriften und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den entsprechenden Daten. Der Schutz der Selbstbestimmung über eigene Personendaten und der Privatsphäre ist OVB ein wichtiges Anliegen.

Deshalb werden personenbezogene Daten ausschließlich im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften des Datenschutzes und der Datensicherheit erhoben, verarbeitet und genutzt.

Mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gelten seit Mai 2018 in allen Staaten der Europäischen Union grundsätzlich die gleichen Standards. OVB hat die seitens der EU-DSGVO ausgelösten Pflichten und Risiken analysiert und hat in Fortführung ihrer bereits bestehenden Datenschutzkultur risikobasiert erforderliche technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, um den Schutz und die Sicherheit personenbezogener Daten insbesondere der Beschäftigten, Kunden, Finanzdienstleister und übriger Geschäftspartner gemäß geltendem Datenschutzrecht zu gewährleisten.

Den Anforderungen der DSGVO wurde dadurch Rechnung getragen, dass lokale Umsetzungsprojekte mit Unterstützung der OVB Holding AG erfolgten. Die ordnungsgemäße Umsetzung wurde extern geprüft.

Neben der Umsetzung der Anforderungen aus der DSGVO investiert OVB fortlaufend in die Sicherheit ihrer Systeme. Schließlich ermöglicht die zunehmende Digitalisierung nicht nur neue, innovative Anwendungen, sondern es entstehen zugleich auch neue Bedrohungen, wie zum Beispiel durch Hackerangriffe.

Das Risiko von Verstößen gegen interne und externe Vorschriften begrenzt OVB durch eine Trennung in Management- und Kontrollfunktionen. Durch einen angemessenen Versicherungsschutz sichert sich OVB gegen Schadensfälle und ein mögliches Haftungsrisiko ab.

IT-Risiken

Die IT-Infrastruktur ist durch die sukzessive Einführung eines gemeinsamen OVB EU-Rechenzentrums weitgehend standardisiert. Back-up-Systeme, gespiegelte Datenbanken und eine definierte Notfallplanung sichern den Datenbestand und gewährleisten die Verfügbarkeit. Die IT-Systeme sind durch spezielle Zugangs- und Berechtigungskonzepte sowie eine wirksame und laufend aktualisierte Antivirensoftware geschützt. Auf der Applikationsebene setzt OVB Standardsoftware namhafter Anbieter ein. Diese wird durch konzernspezifische Eigenentwicklungen, die einer kontinuierlichen Qualitätskontrolle unterliegen, ergänzt. OVB hat mit der europaweiten Implementierung des Administrations- und Verwaltungssystems „my OVB“ eine Homogenisierung dieser Kernfunktionalität in allen Gesellschaften abgeschlossen. Aufgrund der immer größer werdenden Bedeutung von IT zur Unterstützung der Geschäftsprozesse investiert OVB auf der Grundlage einer kontinuierlichen Beobachtung und Analyse der am Markt verfügbaren Systeme sowohl in bestehende als auch in neue IT-Lösungen zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Chancen und Risiken der Unternehmensreputation

Reputationsrisiken sind jene Risiken, die aus einem Ansehensverlust der gesamten Branche, von OVB selbst oder einer oder mehrerer operativer Einheiten, zum Beispiel bei Kunden, Geschäftspartnern oder in der Öffentlichkeit, erwachsen. Die Beratung zu Finanzprodukten und ihre Vermittlung werden in der Öffentlichkeit von Fall zu Fall kritisch hinterfragt. OVB ist insbesondere der Gefahr ausgesetzt, dass durch öffentliche Berichterstattung zum Beispiel wegen der Geltendmachung von Haftungsansprüchen aufgrund einer fehlerhaften oder vermeintlich fehlerhaften Beratung durch Finanzvermittler oder über vertriebene Produkte das öffentliche Vertrauen in das Unternehmen negativ beeinflusst wird.

Darüber hinaus kann menschliches Fehlverhalten selbst bei strikten internen Anweisungen und Vorgaben nicht völlig ausgeschlossen werden. OVB verfolgt und analysiert derartige Einzelfälle mit dem Ziel, einen eventuellen Imageschaden durch präventive Maßnahmen gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Ausbildungsstandards entsprechen den gesetzlichen Anforderungen und werden laufend weiterentwickelt sowie an sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst. Eine Dokumentation der Beratungsgespräche sowie strenge Auswahlkriterien für die Aufnahme neuer Produktgeber und Produkte unterstützen diese Zielsetzung.

Spiegelbildlich besteht für OVB die Chance, durch beständig kompetentes, verantwortungsbewusstes Handeln das Ansehen des Unternehmens in der breiten Öffentlichkeit und bei potenziellen Kunden weiter zu verbessern. Diesem Ziel dient auch die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens.

Beratungs- und Haftungsrisiken

Die Vermittlung von Finanzprodukten findet regelmäßig im Anschluss an eine vorangegangene Beratung des Kunden statt. Diese Beratung dient dazu, dem jeweiligen Kunden das auf sein individuelles Versorgungs- und Anlageprofil zugeschnittene Finanzprodukt zu vermitteln. Eine kontinuierliche Sensibilisierung und Weiterbildung der Vermittler mit Blick auf eine bedarfsgerechte Beratung sowie die notwendige Dokumentation und Protokollierung der Kundengespräche sollen dazu beitragen, potenzielle Beratungsrisiken zu minimieren. Die öffentliche und umfängliche Diskussion um die Qualität der Finanzberatung in Europa führt zu verschärften rechtlichen Anforderungen, die mit erhöhten Risiken verbunden sein können.

Alle relevanten Regulierungsbestrebungen auf nationaler und europäischer Ebene verfolgt OVB intensiv, um rechtzeitig mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell erkennen und erforderliche Anpassungen einleiten zu können.

Rechtliche Risiken

Die Steuerung der Rechtsrisiken wird durch den Rechtsbereich der OVB koordiniert. Im Vorfeld von Unternehmensentscheidungen und bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen sichert sich OVB durch eine umfassende Beratung sowohl durch interne Fachleute als auch durch externe Rechtsanwälte ab. Zu den Aufgaben des Rechtsbereichs gehört auch die Begleitung und Bewertung von laufenden Rechtsstreitigkeiten. Risiken aus möglichen Fehlern in der Kundenberatung sowie aus der Vermittlung von Finanz- und Versicherungsprodukten begegnet OVB durch laufende Begleitung und Bewertung durch den Rechtsbereich. Im Weiteren reduziert OVB das Haftungsrisiko teilweise über ausreichend bemessenen Versicherungsschutz für Vermögensschäden, der regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Für klagerechtliche Fälle wurden Rückstellungen inklusive etwaiger Rechtsberatungskosten gebildet. Die derzeit anhängigen Verfahren stellen nach unserer Prüfung unter Einbeziehung externer Rechtsanwälte gegenwärtig keine Risiken dar, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von OVB haben können.

Steuerliche Risiken

Aus sich verändernden steuerlichen Rahmenbedingungen bei den einzelnen Landesgesellschaften sowie für Beratungsleistungen können sich für OVB steuerliche Risiken ergeben.

OVB beobachtet sich abzeichnende Entwicklungen im Steuerrecht in allen Ländern, in denen sie tätig ist, insbesondere auch mögliche regulatorische Eingriffe in die steuerliche Behandlung des Vertriebsmodells, fortlaufend und analysiert sie hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf den Konzern. Steuerliche Anforderungen an das Unternehmen überwachen interne und externe Fachleute in Übereinstimmung mit den steuerlichen Regelungen und den von den Finanzverwaltungen dazu ergangenen Anweisungen. Für zu erwartende Nachzahlungen werden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Schätzrisiken

Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung von Rückstellungen und die Realisierbarkeit von Forderungen, die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte, die rechtlichen Risiken, Abschreibungen, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern sowie die Unwägbarkeiten der Unternehmensplanung, welche sich hinsichtlich eines Ansatzes latenter Steuern auf den Verlustvortrag dem Grunde und der Höhe nach auswirken. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis berücksichtigt.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

OVB ist nach eigener Überzeugung in Wachstumsmärkten tätig. Fundamentale Trends – wie beispielsweise die demografische Entwicklung in Europa – machen eine zunehmende private Absicherung und Vorsorge notwendig. Nur ein Bruchteil der Bürger verfügt derzeit über eine angemessene private Altersvorsorge und Absicherung gegen Lebensrisiken.

Das eröffnet OVB auch in Zukunft die Chance auf wachsende Kundenzahlen, Umsätze und Erträge.

Auf Seiten der Risiken ist die OVB Geschäftsentwicklung im Wesentlichen durch Branchenrisiken und finanzwirtschaftliche Risiken beeinflusst. Das Risikomanagementsystem von OVB und das eingesetzte Reporting tragen wesentlich dazu bei, dass die Gesamtrisiken im Konzern transparent sind und gesteuert werden.

Für die wesentlichen derzeit erkennbaren Risiken hat OVB Risikovorsorge getroffen. Wesentliche Risiken, die den Bestand gefährden, liegen aus heutiger Sicht nicht vor. Grundlegende Änderungen dieser Risikoeinschätzung werden derzeit nicht erwartet. Das Risikomanagement- und -controlling-System wird ständig weiterentwickelt, um die Transparenz der eingegangenen Risiken zu erhöhen und die Risikosteuerungsmöglichkeiten weiter zu verbessern.

Die dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen OVB ausgesetzt ist. Risiken, die OVB derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die OVB jetzt noch als unwesentlich einschätzt, könnten die Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen und einen negativen Einfluss auf die im nachfolgenden Ausblick abgegebenen Prognosen haben.

Prognosebericht

Die Wirtschaftsentwicklung in Europa wird sich 2019 und 2020 voraussichtlich sukzessive abschwächen. Im Euroraum soll das Plus der Wirtschaftsleistung sich von 1,9 Prozent 2018 über 1,5 Prozent im laufenden Jahr auf 1,3 Prozent 2020 verringern. Externe Ursachen wie internationale Handelskonflikte werden dabei verstärkt durch Probleme innerhalb der EU wie das Ausscheiden Großbritanniens und die Budgetprobleme in Italien und Frankreich.

Entwicklung in Mittel- und Osteuropa

Der wirtschaftliche Expansionspfad der Länder des Segments Mittel- und Osteuropa wird 2019 und 2020 voraussichtlich über der Konjunkturkurve der europäischen Volkswirtschaften insgesamt verlaufen. Bei hoher Beschäftigung und verhaltenen Preissteigerungen bleibt die Binnennachfrage der privaten Haushalte kräftig, die Investitionstätigkeit der Unternehmen lebhaft.

Auch vor dem Hintergrund weiterer regulatorischer Auswirkungen, geht OVB im Segment Mittel- und Osteuropa von einem leichten Wachstum der Erträge aus Vermittlungen im Jahr 2019 aus. Das operative Ergebnis sollte moderat steigen.

Volkswirtschaftliche Eckdaten Mittel- und Osteuropa

  Reales BIP (Veränderung in %) Verbraucherpreise (Veränderung in %) Budgetsaldo der öffentlichen Haushalte (in % des BIP)
  2019f 2020f 2019f 2020f 2019f 2020f
Kroatien 2,5 2,0 1,4 1,9 -1,0 -1,2
Polen 3,6 2,9 2,3 2,6 -1,5 -1,8
Rumänien 3,5 3,0 3,1 2,9 -3,5 -3,5
Slowakei 4,0 2,8 2,8 2,0 0,0 0,0
Tschechien 2,7 2,5 2,6 2,2 0,0 -0,7
Ukraine 2,7 3,1 9,5 8,0 -2,3 -2,2
Ungarn 3,4 2,2 3,0 2,8 -1,8 -1,6

f = Prognose (forecast)

Quelle: Raiffeisen RESEARCH, Strategie Österreich & CEE, 1. Quartal 2019

Entwicklung in Deutschland

Die deutschen Konjunkturaussichten für 2019 und 2020 sind verhalten. Im laufenden Jahr könnte die gesamtwirtschaftliche Leistung noch um 1,3 Prozent zunehmen, im kommenden Jahr eventuell nur noch um 1,0 Prozent. Große Unsicherheit geht von den Modalitäten des Austritts Großbritanniens aus der EU aus. Als exportstarkes Land ist Deutschland zudem von den internationalen Handelskonflikten besonders betroffen. Hinzu kommen die strukturellen Veränderungen in der Automobilindustrie – einer der wichtigsten deutschen Branchen. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von OVB in Deutschland dürften sich daher etwas eintrüben.

Im Segment Deutschland erwartet OVB für 2019 Erträge aus Vermittlungen sowie ein operatives Ergebnis nahezu auf Vorjahresniveau.

Entwicklung in Süd- und Westeuropa

Die Wirtschaftsentwicklung in den Ländern des Segments Süd- und Westeuropa dürfte 2019 und 2020 von einem Wachstum auf niedrigem Niveau geprägt sein. Auch hier drohen die Effekte des Brexit die Wirtschaftsaussichten negativ zu beeinflussen. Hinzu treten gesellschaftliche Spannungen, etwa in Frankreich und Italien, wo die Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte sich ohnehin schon auf kritischem Niveau bewegt.

OVB geht im Segment Süd- und Westeuropa von einem moderaten organischen Wachstum der Erträge aus Vermittlungen aus. Hinzu kommt nach Beendigung der Transaktion (Closing) der Umsatzbeitrag der neu erworbenen Beteiligung in Belgien für das Gesamtjahr 2019. Das operative Ergebnis sollte gegenüber dem Vorjahr leicht steigen.

Volkswirtschaftliche Eckdaten Süd- und Westeuropa

  Reales BIP (Veränderung in %) Verbraucherpreise (Veränderung in %) Budgetsaldo der öffentlichen Haushalte (in % des BIP)
  2019f 2020f 2019f 2020f 2019f 2020f
Belgien 1,5 1,5 1,9 1,9 -1,1 -1,3
Frankreich 1,4 1,3 1,5 1,8 -3,2 -2,5
Griechenland 1,9 1,8 1,1 1,3 0,6 0,6
Italien 0,6 0,8 1,2 1,1 -2,6 -2,6
Österreich 1,7 1,4 2,1 2,0 0,0 0,0
Schweiz 2,2 1,6 0,9 0,9 0,5 0,6
Spanien 2,1 1,6 1,5 2,0 -2,1 -1,9
Eurozone 1,5 1,3 1,5 1,7 -0,8 -0,7

f = Prognose (forecast)

Quelle: Raiffeisen RESEARCH, Strategie Globale Märkte, 1. Quartal 2019

Entwicklung Zentralbereiche

Im Segment Zentralbereiche geht die OVB Holding AG für 2019 davon aus, dass sich der Fehlbetrag moderat reduziert.

Entwicklung der OVB Holding AG

Vor dem Hintergrund der zuvor geäußerten Erwartungen für die Entwicklung bei den Beteiligungsgesellschaften geht der Vorstand davon aus, dass das Geschäftsergebnis für 2019 leicht höher ausfallen wird als 2018. Dies liegt im Wesentlichen in höheren geplanten Beteiligungserträgen sowie der Ergebnisabführung begründet.

Entwicklung Konzern

Eine wesentliche Stärke des OVB Konzerns ist die breite internationale Aufstellung über nunmehr 15 europäische Länder hinweg. Insgesamt bleiben die Marktbedingungen herausfordernd. Trotz des hohen Bedarfs für eigenverantwortliche Absicherung und Vorsorge ist nicht auszuschließen, dass Kunden bei langfristigen Anlageentscheidungen weiterhin zurückhaltend agieren. OVB wird den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter verfolgen und dabei einen weiteren Ausbau der Zahl der Finanzvermittler und Kunden anstreben.

Die langfristigen Geschäftspotenziale im Markt für private Absicherung und Vorsorge bestehen unverändert weiter. OVB arbeitet mit hohem Engagement daran, diese Potenziale weiter für sich zu erschließen. Für 2019 erwartet OVB für den Konzern gegenüber 2018 ein leicht steigendes organisches Wachstum der Erträge aus Vermittlungen bei unterschiedlichen marktspezifischen Trends in den einzelnen Ländern.

Darüber hinaus wird sich nach Beendigung der Transaktion in Belgien ein positiver Umsatzeffekt für das Gesamtjahr ergeben, der zu einem erheblichen Umsatzanstieg im Segment Süd- und Westeuropa führen wird. Vor dem Hintergrund weiteren investiven Aufwands im Rahmen der Umsetzung der Strategie „OVB Evolution 2022“ geht der Vorstand auf Konzernebene von einem operativen Ergebnis von 13,5 bis 14,0 Mio. Euro im laufenden Jahr aus.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundsätze dar, die für die Festlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder und der Mitglieder des Aufsichtsrats maßgeblich sind und erläutert die Struktur und Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats beschrieben.

Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS).

Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Vergütungssystem

Das System der Vorstandsvergütung bei OVB ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine erfolgreiche, auf Nachhaltigkeit angelegte Unternehmensführung zu setzen. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist ausschließlich der Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Nominierungs- und Vergütungsausschuss zuständig.

Die Angemessenheit der Vergütungshöhe wird durch den Aufsichtsrat regelmäßig geprüft. Hierbei werden folgende Kriterien berücksichtigt: die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens, die Aufgaben und die Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Üblichkeit der Vergütung im horizontalen und vertikalen Vergleich. Hierbei wird auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und zur Belegschaft insgesamt berücksichtigt.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen.

Fixum und Nebenleistungen

Die erfolgsunabhängigen Teile betreffen eine feste jährliche Grundvergütung, die monatlich anteilig als Gehalt gezahlt wird.

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung sowie gezahlte Versicherungsprämien zur Absicherung des Vorstands. Als Vergütungsbestandteil stehen diese Nebenleistungen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe variiert je nach individuell getroffener Vereinbarung.

Erfolgsabhängige Komponenten

Der erfolgsabhängige Teil besteht aus einem Maximalbetrag, von dem jeweils die Hälfte auf jährlichen Kriterien (Jahresbonus) und auf Langfristkriterien (nachhaltig wirkende variable Vergütungskomponente) beruht.

Einjährige variable Vergütung

Für die Höhe dieser Vergütung (Jahresbonus) ist entscheidend, inwieweit quantitative Ziele (wie z.B. Umsatz- und Ergebnisentwicklung) sowie qualitative Ziele (wie die erfolgreiche Umsetzung unternehmensstrategisch bedeutsamer Projekte) erreicht werden. Die Zielwerte für den Jahresbonus werden jährlich im Voraus auf der Basis der vom Vorstand aufgestellten und vom Aufsichtsrat gebilligten Planung festgelegt und gewichtet. Quantitative Ziele fließen dabei zu 80 Prozent ein, qualitative Ziele zu 20 Prozent. Die Bandbreite der Zielsetzung (Zielkorridor) für den Jahresbonus reicht von 75 Prozent bis 125 Prozent bei quantitativen Zielen sowie bis 150 Prozent bei qualitativen Zielen. Die Auszahlung des Jahresbonus erfolgt im Folgejahr, nachdem der Aufsichtsrat die Zielerreichungsgrade auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses bestätigt hat. Bei teilweiser Erreichung der Zielwerte wird der Jahresbonus anteilig ermittelt.

Mehrjährige variable Vergütung

Der Gesamtbetrag der mehrjährigen variablen Vergütung wird in einer „Bonusbank mit Malusregelung“ erfasst und auf das nächste Jahr vorgetragen. Kriterien für das Erreichen dieser Ziele mit nachhaltiger Anreizwirkung sind die EBIT- und Umsatzentwicklung des Konzerns. Die Bemessungsgrundlage für das Jahr 2018 ergibt sich aus dem gleitenden Durchschnitt der erreichten Istwerte der letzten zwei Jahre (2016/2017) sowie der Erreichung des Planwertes im Jahr 2018. Bei Unterschreitung des Zielerreichungsgrades von 60 Prozent reduziert sich das bis dahin angesammelte Bonusbank-Guthaben (Malusregelung). Das nach Einstellung in die Bonusbank bzw. nach der Verrechnung der Malusregelung verbleibende Bonusbankguthaben wird jeweils im Folgejahr zu einem Drittel ausgezahlt.

Zusagen für Leistungen an Vorstandsmitglieder aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (sogenannte „change of control“-Regelungen) sind nicht Teil der abgeschlossenen Verträge. Die Vorstandsverträge enthalten für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne Vorliegen eines wichtigen Grunds ein Abfindungs-Cap entsprechend der Empfehlung nach Ziffer 4.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Zur Ermittlung der Abfindungshöhe werden die Gesamtvergütung des vergangenen sowie auch die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr herangezogen.

Pensions- oder Versorgungszusagen beziehungsweise Ruhegeldzahlungen durch die OVB Holding AG zugunsten der im Berichtszeitraum aktiven Vorstandsmitglieder bestehen nicht.

Im Todesfall werden die Bezüge für sechs Monate an die Hinterbliebenen fortgezahlt.

Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018

Dem Vorstand wurden für das Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge in Höhe von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro) gewährt. Die Gesamtbezüge umfassen alle für die Wahrnehmung von Aufgaben in Mutter- und Tochtergesellschaften erhaltenen Bezüge.

Die nachfolgenden Tabellen der für das Geschäftsjahr 2018 gewährten Zuwendungen und Zuflüsse für das Berichtsjahr berücksichtigen zusätzlich zu den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen auch die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dabei werden die vom Kodex empfohlenen Mustertabellen verwendet. Bei den gewährten Zuwendungen werden auch die Werte angegeben, die im Minimum beziehungsweise im Maximum erreicht werden können.

Für die Mitglieder des Vorstands wurde die nachfolgend dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2018 gewährt (individualisierte Angaben):

Gewährte Zuwendungen für 2018

  Mario Freis, CEO
in TEUR 2017* 2018* 2018 (Min)*1 2018 (Max)*2
Festvergütung 420 420 420 420
Nebenleistungen 67 67 67 67
Summe 487 487 487 487
Einjährige variable Vergütung 140 138 138
Mehrjährige variable Vergütung 111 121 46 168
Bonusbank (2015-2017) 111      
Bonusbank (2016-2018)   121 46 168
Summe variable Bestandteile 251 259 46 306
Versorgungsaufwand
Gesamtvergütung 738 746 533 793
  Oskar Heitz, CFO
in TEUR 2017* 2018* 2018 (Min)*1 2018 (Max)*2
Festvergütung 300 300 300 300
Nebenleistungen 94 94 94 94
Summe 394 394 394 394
Einjährige variable Vergütung 80 79 79
Mehrjährige variable Vergütung 71 74 31 101
Bonusbank (2015-2017) 71      
Bonusbank (2016-2018)   74 31 101
Summe variable Bestandteile 151 153 31 180
Versorgungsaufwand
Gesamtvergütung 545 547 425 574
  Thomas Hücker, COO
in TEUR 2017* 2018* 2018 (Min)*1 2018 (Max)*2
Festvergütung 225 225 225 225
Nebenleistungen 60 60 60 60
Summe 285 285 285 285
Einjährige variable Vergütung 75 74 74
Mehrjährige variable Vergütung 59 65 25 90
Bonusbank (2015-2017) 59      
Bonusbank (2016-2018)   65 25 90
Summe variable Bestandteile 134 139 25 164
Versorgungsaufwand
Gesamtvergütung 419 424 310 449

* Die Istwerte stellen den Wert bei einer Zielerreichung von 100 Prozent dar. Auch die mehrjährige variable Vergütung bezieht sich auf eine Zielerreichung von 100 Prozent. Der für 2018 dargestellte Betrag entspricht dem gewährten Auszahlungsbetrag von einem Drittel des Bonusbankguthabens zum 31.12. des Berichtsjahres (bei 100 Prozent Zielerreichung).

* Der dargestellte Minimalwert bei der mehrjährigen variablen Vergütung ergibt sich aus den Istwerten 2016/2017 abzüglich Reduzierung (Malusregelung) für das Jahr 2018 und entspricht dem minimalen Gewährungsbetrag für 2018 von einem Drittel des Bonusbankguthabens zum 31.12. des Berichtsjahres (bei 0 Prozent Zielerreichung).

* Der dargestellte Maximalwert bei der mehrjährigen variablen Vergütung ergibt sich aus den Istwerten 2016/2017 zuzüglich Einstellung in die Bonusbank bei einer Zielerreichung von 200 Prozent und entspricht dem maximalen Gewährungsbetrag für 2018 von einem Drittel des Bonusbankguthabens zum 31.12. des Berichtsjahres.

Zufluss für das Berichtsjahr

Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss für das Berichtsjahr 2018 aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung aus. Abweichend von den vorstehend dargestellten, für das Geschäftsjahr 2018 gewährten Zuwendungen zeigt die nachfolgende Tabelle in Bezug auf die variablen Vergütungsbestandteile (Jahresbonus und Bonusbank) die ermittelten Zuflüsse für das Berichtsjahr 2018 gemessen an den zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bereits feststehenden Zielerreichungsgraden für das Berichtsjahr.

  Mario Freis, CEO Oskar Heitz, CFO
in TEUR 2017 2018 2017 2018
Festvergütung 420 420 300 300
Nebenleistungen 67 64 94 94
Summe 487 484 394 394
Einjährige variable Vergütung 144 138 81 79
Mehrjährige variable Vergütung 111 116 71 71
Bonusbank (2015-2017) 111   71  
Bonusbank (2016-2018)   116   71
Summe variable Bestandteile 255 254 152 151
Versorgungsaufwand
Gesamtvergütung 742 738 546 545
  Thomas Hücker, COO
in TEUR 2017 2018
Festvergütung 225 225
Nebenleistungen 60 66
Summe 285 291
Einjährige variable Vergütung 76 74
Mehrjährige variable Vergütung 59 62
Bonusbank (2015-2017) 59  
Bonusbank (2016-2018)   62
Summe variable Bestandteile 135 136
Versorgungsaufwand
Gesamtvergütung 420 427

Die von der Gesellschaft für die Mitglieder des Vorstands bestehende D&O Versicherung berücksichtigt den gesetzlich vorgesehenen Selbstbehalt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die gegenwärtig geltenden Vergütungsregelungen für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung am 5. Juni 2018 mit Wirkung ab dem 1. Januar 2018 verabschiedet; sie sind in § 14 der Satzung der OVB Holding AG niedergelegt. Die Aufsichtsratsvergütung ist als reine Festvergütung ausgestaltet; sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie Vorsitz und Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss sowie im Nominierungs- und Vergütungsausschuss werden zusätzlich vergütet. Nach den geltenden Regeln erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare jährliche Vergütung, die für das einzelne Mitglied 15.000,00 Euro, für den Vorsitzenden das Doppelte und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache beträgt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten zusätzlich eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare jährliche Vergütung von 7.500,00 Euro, der Vorsitzende das Doppelte davon. Die Mitglieder des Nominierungs- und Vergütungsausschusses erhalten zusätzlich eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare jährliche Vergütung von 5.000,00 Euro, der Vorsitzende das Doppelte davon. Mitgliedern des Aufsichtsrats werden Auslagen, die in Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie die auf die Bezüge entfallende Umsatzsteuer erstattet.

Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats ergab sich die nachfolgend dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2018 (individualisierte Angaben):

Vergütung Geschäftsjahr 2018

(in TEUR) Grundvergütung Zusätzliche Vergütung für Prüfungsausschuss-Tätigkeit Zusätzliche Vergütung für Nominierung und Vergütungsausschuss-Tätigkeit Gesamt
Michael Johnigk 30,0 7,5 5,0 42,5
Dr. Thomas A. Lange 22,5 15,0 0 37,5
Maximilian Beck(1) 8,6 4,3 12,9
Markus Jost 15,0 7,5 10,0 32,5
Wilfried Kempchen 15,0 0 0 15,0
Winfried Spies 15,0 0 0 15,0
Dr. Alexander Tourneau(2)
Gesamt 106,1 34,3 15,0 155,4

1) seit 5. Juni 2018 im Aufsichtsrat (zeitanteilige Vergütung für 210 Tage)

2) im Aufsichtsrat bis 5. Juni 2018 (Für Herrn Dr. Tourneau lag seit 2016 eine Verzichtserklärung für die Vergütung und die Erstattung von Auslagen im Rahmen seiner Aufsichtsratstätigkeit für die Dauer seines Amtes vor.)

Im Geschäftsjahr 2017 setzte sich die Vergütung des Aufsichtsrats noch aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen zusammen. Basierend auf dem ausgewiesenen Konzernjahresüberschuss 2017 der OVB Holding AG von 12,3 Mio. Euro ergab sich folgende Aufteilung (individualisierte Angaben):

Vergütung Geschäftsjahr 2017

(in TEUR) Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamt
Michael Johnigk, Vorsitzender 10,0 9,9 19,9
Markus Jost 5,0 9,9 14,9
Dr. Alexander Tourneau(1)
Winfried Spies 5,0 9,9 14,9
Wilfried Kempchen 5,0 9,9 14,9
Dr. Thomas A. Lange stellvertretender Vorsitzender 7,5 9,9 17,4
Gesamt 32,5 49,3 81,8

1) Für Herrn Dr. Tourneau lag seit 2016 eine Verzichtserklärung für die Vergütung und die Erstattung von Auslagen im Rahmen seiner Aufsichtsratstätigkeit für die Dauer seines Amtes vor.

Kredite an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats bestehen nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung

Vorstand und Aufsichtsrat haben die Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Sie ist im Internet unter http://www.ovb.eu/investor-relations/corporate-governance zugänglich.

Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 14.251.314,00 Euro und ist eingeteilt in 14.251.314 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung eine Stimme.

Kapitalbeteiligungen, die 10,0 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Der OVB Holding AG sind folgende Beteiligungen mitgeteilt worden, die 10,0 Prozent der Stimmrechte an der OVB Holding AG überschreiten. Die nachfolgend genannten Aktionärsgruppen werden auch als Kernaktionäre bezeichnet.

Die Basler Beteiligungsholding GmbH, Hamburg, hält Aktien in Höhe von rund 32,57 Prozent. Diese Beteiligung wird gemäß §§ 33, 34 Abs. 1 Nr. 1 WpHG n.F. der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg, der Basler Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, der Basler Sach Holding AG, Hamburg, der Basler Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, der Bâloise Delta Holding S.a.r.l., Bartingen, Luxemburg, und der Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, zugerechnet.

Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. (vormals IDUNA Vereinigte Lebensversicherung für Handwerk, Handel und Gewerbe aG), Hamburg, hält unmittelbar Aktien in Höhe von rund 31,67 Prozent. Da die Versicherungsgesellschaften der SIGNAL IDUNA Gruppe einen Gleichordnungskonzern gemäß § 18 Abs. 2 AktG darstellen, hält die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, mittelbar 52,94 Prozent. Die SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund, hält unmittelbar Aktien in Höhe von rund 21,27 Prozent.

Die von der SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G. sowie der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. unmittelbar gehaltenen Aktien werden gemäß § 33 Abs. 1 i. V. m. § 34 Abs. 2 WpHG n.F. auch der SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund, zugerechnet, sodass diese jeweils mittelbar Aktien in Höhe von rund 52,94 Prozent hält.

Die Generali Lebensversicherung AG, München, hält unmittelbar Aktien in Höhe von rund 11,48 Prozent, die gemäß §§ 33, 34 Abs. 1 Nr. 1 WpHG n.F. der Generali Deutschland AG, München, der Generali Beteiligungs-GmbH, Aachen, sowie der Assicurazioni Generali S.p.A., Triest, Italien, zuzurechnen sind.

Der Streubesitz gemäß der Definition der Deutsche Börse AG beläuft sich nach Kenntnis der OVB Holding AG auf rund 3,01 Prozent.

Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien

Zwischen den Kernaktionären Basler-Gruppe und SIGNAL IDUNA-Gruppe besteht ein Rahmen- und Stimmbindungsvertrag, in dem sich die Vertragspartner verpflichten, ihre Stimmen in der Hauptversammlung bei Wahlen zum Aufsichtsrat so auszuüben, dass stets zwei Vertreter des Bâloise Konzerns, zwei Vertreter der SIGNAL IDUNA Gruppe, ein Vertreter der Generali und ein unabhängiges Mitglied mit Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung im Aufsichtsrat vertreten sind.

Zudem haben sich zwei Vertragspartner verpflichtet, ihre Aktien nur dann zu veräußern, wenn der Erwerber der Aktien in den Rahmen- und Stimmbindungsvertrag eintritt.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Satzungsänderungen

Der nach § 7 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern bestehende Vorstand wird ausschließlich nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder und bestellt die Mitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.

Die Satzung kann durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden.

Die Änderungen werden nach § 181 Abs. 3 AktG mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam. Die Hauptversammlung beschließt über Satzungsänderungen nach § 179 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen sowie einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern nicht Bestimmungen des AktG zwingend eine höhere Mehrheit verlangen. Nach § 11 Abs. 3 der Satzung ist der Aufsichtsrat zur Änderung der Satzung befugt, soweit diese nur deren Fassung betrifft.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf

Die OVB Holding AG verfügt derzeit weder über ein Bedingtes Kapital noch ein Genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 hat die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 10. Juni 2020 eigene Aktien bis zu insgesamt 300.000 Stück zu erwerben. Der Erwerb der Aktien kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Beim Erwerb über die Börse kann sich die Gesellschaft auch Dritter bedienen, wenn die Dritten die nachstehenden Beschränkungen einhalten.

Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise der OVB Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystems an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den letzten fünf Handelstagen vor Eingehen der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 5 Prozent überschreiten und um nicht mehr als 5 Prozent unterschreiten.

Bei einem öffentlichen Kaufangebot darf der Kaufpreis den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise der OVB Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystems an der Frankfurter Wertpapierbörse) am vierten bis zehnten Börsentag vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 Prozent überschreiten und um nicht mehr als 10 Prozent unterschreiten. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien erfolgen.

Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär der Gesellschaft kann vorgesehen werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der Ermächtigung zurückerworben werden, wie folgt zu verwenden:

Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Aktien der Gesellschaft, die zurückerworben werden, als (Teil)-Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Unternehmensteilen oder anderen Wirtschaftsgütern verwenden. Er kann die zurückerworbenen Aktien ferner für die Bedienung eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms für die Mitglieder der Geschäftsleitung, die Führungskräfte sowie die selbstständigen Handelsvertreter der OVB Holding AG und ihrer in- und ausländischen Tochtergesellschaften (im Sinne von §§ 15 ff. AktG) verwenden.

Der Vorstand kann die zurückerworbenen Aktien auch mit Zustimmung des Aufsichtsrats einziehen, ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden; die Ermächtigung zur Einziehung kann in einem Betrag oder in mehreren Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Die Einziehung kann dergestalt erfolgen, dass sich das Grundkapital nicht verändert, sondern durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht wird.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft ist ausgeschlossen, soweit diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.

Kontrollwechsel

Bei öffentlichen Angeboten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft gelten ausschließlich Gesetz und Satzung einschließlich der Bestimmungen des deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes. Die Hauptversammlung hat den Vorstand nicht zur Vornahme von in ihre Zuständigkeit fallenden Handlungen ermächtigt, um den Erfolg von etwaigen Übernahmeangeboten zu verhindern.

Die Gesellschaft hat keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Erklärung des Vorstands gemäss § 312 Abs. 3 AktG

Die Gesellschaft hat bei den nach § 312 AktG berichtspflichtigen Rechtsgeschäften oder Maßnahmen nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist bei getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt worden.

Versicherung der gesetzlichen -Vertreter gemäss § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB

Nach bestem Wissen versichern die gesetzlichen Vertreter, dass der Konzernabschluss gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns im Konzernlagebericht so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Köln, den 22. Februar 2019

Mario Freis, CEO

Oskar Heitz, CFO

Thomas Hücker, COO

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

  Vorjahr
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   6.910.668,70 7.405.692,51
II. Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   768.311,00 897.810,00
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.272.840,86   21.368.203,35
2. sonstige Ausleihungen 7.000.000,00   5.000.000,00
    30.272.840,86 26.368.203,35
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.687,91   36.228,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.948.867,80   19.660.783,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 943.830,47   655.402,20
    19.932.386,18 20.352.413,88
II. Wertpapiere      
Sonstige Wertpapiere   18.997.312,26 18.443.887,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   12.788.134,92 16.800.432,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten   160.139,77 104.863,96
    89.829.793,69 90.373.304,30

PASSIVA

     
  Vorjahr
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 14.251.314,00   14.251.314,00
II. Kapitalrücklage 41.295.329,12   41.295.329,12
III. Gewinnrücklagen      
1. – Gesetzliche Rücklage 506.519,23   506.519,23
2. – Andere Gewinnrücklagen 10.000.230,00   10.000.230,00
IV. Bilanzgewinn 19.045.131,26   19.631.099,60
    85.098.523,61 85.684.491,95
B. Rückstellungen      
Sonstige Rückstellungen   3.440.025,60 3.463.933,86
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 841.346,40   178.452,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 188.945,31   841.846,74
3. Sonstige Verbindlichkeiten 260.952,77   204.579,00
– davon aus Steuern € 237.948,10 (Vorj.: € 178.694,22)   1.291.244,48 1.224.878,49
    89.829.793,69 90.373.304,30

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2018

  Vorjahr
1. Umsatzerlöse   11.760.283,24 10.723.639,87
2. Andere aktivierte Eigenleistungen   137.727,28 53.546,56
3. Sonstige betriebliche Erträge   679.857,57 824.730,66
– davon aus Währungsumrechnung: € 31.802,33 (Vorj.: € 308.509,02)      
3. Materialaufwand      
Aufwendungen für bezogene Leistungen   2.128.012,53 2.255.730,75
4. Rohergebnis   10.449.855,56 9.346.186,34
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 8.180.680,80   7.449.296,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.140.449,04   929.287,65
– davon für Altersversorgung: € 126.220,69 (Vorj.: € 106.723,08)   9.321.129,84 8.378.584,63
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   2.424.946,45 2.340.043,48
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   8.653.380,94 6.870.972,99
– davon aus Währungsumrechnung € 21.390,22 (Vorj.: € 53.123,48)      
8. Betriebsergebnis (Übertrag)   -9.949.601,67 -8.243.414,76
  Vorjahr
8. Betriebsergebnis (Übertrag) -9.949.601,67 -8.243.414,76
9. Erträge aus Beteiligungen 12.850.738,86 12.492.794,31
– davon aus verbundenen Unternehmen: € 12.850.738,86 (Vorj.: € 12.492.794,31)    
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags erhaltene Gewinne 6.853.210,51 6.649.599,21
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 188.375,66 142.840,24
– davon aus verbundenen Unternehmen: € 15.517,19 (Vorj.: € 16.045,49)    
– davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: € 9.240,00 (Vorj.: € 13.149,00)    
12. Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen 879.646,19 1.245.838,00
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 678.103,45 467.120,24
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.009,31 27.834,59
– davon an verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vorj.: € 0,00)    
– davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 14.868,00 (Vorj.: € 26.538,04)    
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.925,91 -4.519,17
16. Ergebnis nach Steuern 10.106.330,88 11.797.221,34
17. Sonstige Steuern 3.813,72 -72.783,59
18. Jahresüberschuss 10.102.517,16 11.870.004,93
19. Gewinnvortrag 8.942.614,10 7.761.094,67
20. Bilanzgewinn 19.045.131,26 19.631.099,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

der OVB Holding AG, Köln

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die OVB Holding AG hat ihren Sitz in Köln und ist eigetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (Reg.Nr. HRB 34649) und zum 31. Dezember 2018 nach den Kriterien des § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften für Aktiengesellschaften aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

II. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Bilanz wird nach dem in § 266 HGB kodifiziertem Schema gegliedert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB sowie mit Ergänzungen durch § 277 Abs. 3 HGB für die „Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags erhaltene Gewinne“ und dem gesonderten Posten „Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen“ aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear berechnet. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände  
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 bis 10 Jahre
Sachanlagen  
Fahrzeuge 4 bis 5 Jahre
Büromöbel 10 bis 13 Jahre
übrige Büroausstattung 5 bis 15 Jahre
EDV-Hardware und Peripheriegeräte 3 bis 10 Jahre
Rechenzentrum CRM 5 Jahre

Im Geschäftsjahr angeschaffte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden pro rata temporis abgeschrieben. Abgänge des beweglichen Anlagevermögens werden bis zu ihrem Abgang ebenfalls pro rata temporis abgeschrieben.

Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800 (netto) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 250 bei einer Anschaffung werden sofort in voller Höhe als Aufwendungen erfasst.

Bei einer vertriebsunterstützenden Softwarelösung ergibt sich nach realisierter Funktionserweiterung eine Erhöhung des Nutzungspotenzials, das nach Neubeurteilung zu einer Verlängerung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von fünf auf zehn Jahre führt.

Der Restbuchwert zum 1. Juni 2018 zzgl. nachträglicher Herstellungskosten wird über die verbleibende Restnutzungsdauer bis Juni 2024 linear abgeschrieben.

Aus der Änderung ergibt sich ein um TEUR 320 reduzierter Abschreibungsaufwand in der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2018.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung für Rückstellungen für Jubiläumsleistungen erfolgte auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,32 % und unter Berücksichtigung eines Anwartschafts- und Gehaltstrend von 0,0 % sowie einer Fluktuation von 5,0 %.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

EUR Stichtagskurs 31.12.2018
CHF 0,8877
CZK 0,0388
HUF 0,0031
HRK 0,1348
PLN 0,2325
RON 0,2142
UAH 0,0312

III. Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses

III.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage des Anhangs dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten überwiegend das Administration- und Provisionsverwaltungssystem in Höhe von TEUR 4.490 (i.Vj. TEUR 5.304).

Die Finanzanlagen betreffen die Beteiligungen an inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften sowie sonstige Ausleihungen. Die Abschreibungen auf die Beteiligungswerte erfolgten aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung in Höhe von TEUR 220. Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 880.

Mit Vertrag vom 11. Dezember 2018 hat die OVB Holding AG zum 1. Januar 2019 die Anteile an der Willemot Bijzonder Verzekeringsbestuur NV, Belgien erworben, sofern die OVB nicht bis zum Ende der Closing Periode am 31. März 2019 zurücktritt. Angefallene Anschaffungsnebenkosten wurden im Berichtsjahr aktiviert.

III.2. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 18.949. Sie beinhalten überwiegend Dividendenansprüche von TEUR 12.592 (i.Vj. TEUR 11.810) sowie den Anspruch aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der OVB Vermögensberatung AG in Höhe von TEUR 4.855 nach Verrechnung mit Verbindlichkeiten aus Verrechnungskonten. Die Ergebnisabführung der OVB Vermögensberatung AG beträgt für das Jahr 2018 TEUR 6.853 (i.Vj. TEUR 6.650).

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit TEUR 442 Ansprüche gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer- und Kapitalertragsteuer.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt TEUR 18.989 sind keine Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten, deren Restlaufzeiten länger als ein Jahr betragen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von TEUR 90 enthalten, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr (Vorjahr TEUR 0,00) beträgt.

III.3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) zum 31. Dezember 2018 der OVB Holding AG beträgt EUR 14.251.314,00 (Vorjahr TEUR 14.251) und ist eingeteilt in 14.251.314 Stammaktien (Vorjahr 14.251.314).

Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 41.295.329,12 (Vorjahr TEUR 41.295) enthält Agiobeträge aus der Ausgabe von im Umlauf befindlichen Aktien und ist unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Die gesetzliche Rücklage beträgt im Geschäftsjahr unverändert EUR 506.519,23 (Vorjahr TEUR 507).

Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert im Geschäftsjahr 2018 EUR 10.000.230,00 (Vorjahr TEUR 10.000).

Der Bilanzgewinn entwickelte sich 2018 wie folgt:

  EUR
Bilanzgewinn zum 1. Januar 2018 19.631.099,60
Ausschüttungen -10.688.485,50
Gewinnvortrag zum 1.Januar 2018 8.942.614,10
Jahresüberschuss 2018 10.102.517,16
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 19.045.131,26

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt gemäß § 170 Absatz 2 AktG folgende Verwendung des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2018 vor:

Bilanzgewinn 31.Dezember 2018 EUR 19.045.131,26
hiervon:  
Verteilung an die Aktionäre EUR 10.688.485,50
Gewinnvortrag EUR 8.356.645,76

Aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 19.045.131,26 soll für das Geschäftsjahr 2018 je gewinnbezugsberechtigter Aktie eine Dividende von EUR 0,75 ausgeschüttet werden. Nach den Verhältnissen vom Bilanzstichtag entfällt auf die dividendenberechtigten Aktien eine Dividendensumme von EUR 10.688.485,50. Der Vorstand schlägt vor, den danach verbleibenden restlichen Gewinnbetrag von EUR 8.356.645,76 auf neue Rechnung vorzutragen.

III.4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

  TEUR
– Urlaubs- und Tantiemenverpflichtungen 1.578
– ausstehende Rechnungen (inklusive Rechtsstreitigkeiten) 1.187
– Jahresabschluss- und Prüfungskosten 266
– Übrige 328
  3.359

III.5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben – wie im Vorjahr – eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

III.6. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen die Weiterbelastungen der Incentivereisen, Veranstaltungen, Gemeinkosten und Nutzung von Software an die Tochtergesellschaften im Inland (TEUR 2.648) und Ausland (TEUR 9.115).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 359 sowie weitere periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 99 enthalten, die im Wesentlichen Erstattungen aus Incentives und Veranstaltungen für Vorjahre betreffen.

Den Umsatzerlösen stehen die entsprechenden Aufwendungen für bezogene Leistungen gegenüber.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 8.653 betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Miete (TEUR 607), EDV-Kosten (TEUR 2.988) sowie Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten (TEUR 1.932).

Bei den Steuernvom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich um geleistete Quellensteuer gemäß § 50a EStG und Solidaritätszuschlag.

IV. Sonstige Angaben

IV.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Aufgrund der bisherigen Geschäftsverläufe waren zum 31. Dezember 2018 keine Risiken der nachfolgend aufgeführten Patronatserklärungen, Bürgschaften und Schuldbeitritte erkennbar. Von daher ergaben sich keine Gründe bzw. Anhaltspunkte für die Bildung entsprechender Rückstellungen zum 31. Dezember 2018.

Patronatserklärungen/Bürgschaften und Schuldbeitritte gegenüber Vertragspartnern von verbundenen Unternehmen

Die OVB Holding AG hat zwischen dem 29. September 2003 und dem 10. September 2004 insgesamt 10 Patronatserklärungen gegenüber Vertragspartnern ihrer Tochtergesellschaft, der EURENTA Holding GmbH, Köln, abgegeben. Die Patronatserklärungen sind teilweise betraglich begrenzt, teilweise decken sie sämtliche Ansprüche aus den bestehenden Vertragsbeziehungen ab. Ferner hat die OVB Holding AG mit Datum vom 6. Januar 2004 ihren Schuldbeitritt in Bezug auf Verbindlichkeiten der EURENTA aus ihren Geschäftsbeziehungen mit der SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG (vormals SIGNAL IDUNA Vertriebspartner AG), Dortmund erklärt.

Die OVB Holding AG hat mit Datum vom 22. Januar 2006, 17. März 2008, 10. Februar 2011 und vom 26. Mai 2014 gegenüber Vertragspartnern ihrer Tochtergesellschaft, der OVB Allfinanz Espana S.L., Madrid, zwei Patronatserklärungen sowie zwei Bürgschaften (EUR 750.000,00 und EUR 400.000,00) abgegeben. Sie decken sämtliche Rückgewährverpflichtungen aus den bestehenden Vertragsbeziehungen ab.

Die OVB Holding AG hat mit Datum vom 26. Februar 2004 gegenüber einem Vertragspartner ihrer Tochtergesellschaft, der OVB Consulenza Patrimoniale s.r.l., Verona, eine Verpflichtungserklärung dahingehend abgegeben, dass sie alle Verpflichtungen gegenüber einem Vertragspartner ihrer Tochtergesellschaft bis zu einem Höchstbetrag von EUR 360.000,00 aus dem Kooperationsvertrag erfüllt.

Die OVB Holding AG hat mit Datum vom 15.Januar 2011 gegenüber zwei Vertragspartnern ihrer Tochtergesellschaft, der OVB Consulenza Patrimoniale s.r.l., Verona, Bürgschaftserklärungen bis zu einem Höchstbetrag von EUR 550.000,00 bzw. EUR 200.000,00 abgegeben. Sie decken sämtliche Rückgewährverpflichtungen aus bestehenden Vertragsbeziehungen ab.

Die OVB Holding AG hat gegenüber ihrer Tochtergesellschaft, der OVB Allfinanzvermittlungs GmbH, Salzburg, eine Kapitalnachschussverpflichtung bis zu einer Gesamthöhe von EUR 1,0 Mio dahingehend abgegeben, dass sie die Eigenkapitalerfordernisse nach § 9 Abs. 5 Z 1 WAG 2007 erfüllen kann.

Die OVB Holding AG hat mit Datum 24. November 2014 gegenüber einem Vertragspartner ihrer Tochtergesellschaft, der Advesto GmbH, Köln, eine Bürgschaftserklärung bis zu einem Höchstbetrag von EUR 500.000 abgegeben, die zur Abdeckung von Provisionsrückzahlungsansprüchen dient.

Die OVB Holding AG hat mit Datum 11. Januar 2017 gegenüber einem Vertragspartner ihrer Tochtergesellschaft, OVB Allfinanz Croatia d.o.o., Zagreb, eine Bürgschaftserklärung bis zu einem Höchstbetrag von EUR 100.000,00 abgegeben, die zur Abdeckung von Provisionsrückzahlungsansprüchen dient.

Die OVB Holding AG hat mit Datum 10. Oktober 2017 gegenüber einem Vertragspartner ihrer Tochtergesellschaft, OVB Consulenza Patrimoniale s.r.l., Verona, eine Bürgschaftserklärung bis zu einem Höchstbetrag von EUR 250.000,00 abgegeben, die zur Abdeckung von Provisionsrückbelastungen dient.

Die OVB Holding AG hat mit Datum 14. Dezember 2017 gegenüber einem Vertragspartner ihrer Tochtergesellschaft, OVB Conseil en gestio der patrimoine France, SARL, eine Bürgschaftserklärung bis zu einem Höchstbetrag von EUR 50.000,00 abgegeben, die zur Abdeckung von Provisionsrückbelastungen dient.

Die OVB Holding AG hat mit Datum 14. Juni 2018 gegenüber einem Vertragspartner ihrer Tochtergesellschaft, OVB Allfinanzvermittlungs GmbH, Salzburg, eine Bürgschaftserklärung bis zu einem Höchstbetrag von EUR 250.000,00 abgegeben, die zur Abdeckung von Provisionsrückbelastungen dient.

Der Betrag der Eventualverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 betrifft Eventualverbindlichkeiten für verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 3.690.000,00.

Aus am Bilanzstichtag bestehenden Mietverträgen und Leasingverträgen ergibt sich voraussichtlich ein Obligo in Höhe von insgesamt EUR 732.235,93 davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 701.388,00

IV. 2. Vorstand

Dem Vorstand der Gesellschaft gehören zum 31.12.2018 an:

 

Mario Freis

Vorsitzender des Vorstands – CEO –

Verantwortlich für Konzernentwicklung, Konzernsteuerung, Vertrieb, Ausbildung, Produktmanagement, Marketing, Kommunikation, Interne Revision

Mandate in Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der OVB Vermögensberatung AG, Köln;

Vorsitzender des Verwaltungsrats der OVB Vermögensberatung (Schweiz) AG, Cham,

Schweiz (bis 17. Oktober 2018);

Vorsitzender des Verwaltungsrats der OVB Allfinanz España S.A., Madrid, Spanien

(bis 14. September 2018);

Mitglied des Aufsichtsrats der OVB Allfinanz Slovensko a.s., Bratislava, Slowakei

 

Oskar Heitz

Stellvertretender Vorsitzender

Vorstand Finanzen – CFO –

Verantwortlich für Konzernrechnungslegung, Risikomanagement, Controlling, Investor Relations, Recht, Steuern, Compliance, Datenschutz, Geldwäsche

Mandate in Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien:

Mitglied des Aufsichtsrats der OVB Vermögensberatung AG, Köln;

Mitglied des Aufsichtsrats der OVB Allfinanz Slovensko a.s., Bratislava, Slowakei;

Mitglied des Aufsichtsrats der OVB Allfinanz a.s., Prag, Tschechien;

Mitglied des Verwaltungsrats der OVB Allfinanz España S.A., Madrid, Spanien (bis 14. September 2019)

 

Thomas Hücker

Vorstand Operations – COO –

Verantwortlich für Konzern-IT, IT-Sicherheit, Prozessmanagement, Personal

IV. 3. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören zum 31.12.2018 an:

 

Michael Johnigk

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mitglied des Vorstands SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund; SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg; SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund; SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG, Dortmund; SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund

Mandate in Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der SDV Servicepartner der Versicherungsmakler AG, Augsburg;

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der SIGNAL IDUNA Bauspar AG, Hamburg;

Mitglied des Aufsichtsrats der BCA AG, Bad Homburg;

Mitglied des Aufsichtsrats der SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Hamburg

 

Dr. Thomas A. Lange

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

 

Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Vorsitzender des Vorstands der NATIONAL-BANK AG, Essen

Mandate in Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Düsseldorfer Hypothekenbank AG, Düsseldorf;

Vorsitzender des Aufsichtsrats der ENDIR 1 Abwicklungsgesellschaft mbH, Essen;

Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der EIS Einlagensicherungsbank GmbH, Berlin/Köln;

Mitglied des Aufsichtsrats der HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH, Hamburg

 

Maximilian Beck

Mitglied des Aufsichtsrats

Mitglied des Vorstandes der Basler Lebensversicherungs-AG, Hamburg; Basler Sachversicherungs-AG, Bad Homburg; Basler Sach Holding AG, Hamburg; Geschäftsführer der Basler Saturn Management B.V. in der Eigenschaft als Komplementär der Basler Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg

Mandate in Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der ZEUS Service AG, Hamburg;

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Basler Vertriebsservice AG, Hamburg

 

Markus Jost

Mitglied des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Nominierungs- und Vergütungsausschusses

Diplomierter Experte für Rechnungslegung und Controlling, selbständig,

zuvor Mitglied des Vorstands der Basler Versicherungen, Bad Homburg/Hamburg

 

Wilfried Kempchen

Mitglied des Aufsichtsrats

Kaufmann im Ruhestand, zuvor Vorsitzender des Vorstands der OVB Holding AG

 

Winfried Spies

Mitglied des Aufsichtsrats

Diplom-Mathematiker im Ruhestand, zuvor Vorsitzender des Vorstands der Generali Versicherung AG, München, Generali Lebensversicherung AG, München, Generali Beteiligungs- und Verwaltungs AG, München

Mandate in Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bank1Saar eG, Saarbrücken;

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Cosmos Lebensversicherungs-AG, Saarbrücken;

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Cosmos Versicherung AG, Saarbrücken

 

Dr. Alexander Tourneau

Mitglied des Aufsichtsrats (bis 5. Juni 2018)

Senior Advisor und Aufsichtsrat im Finanzdienstleistungssektor, zuvor Mitglied des Vorstands der Basler Versicherungen, Bad Homburg/Hamburg

IV.4. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstandes

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 150.

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder stellen sich für das Jahr 2018 wie folgt dar:

  Mario Freis Oskar Heitz Thomas Hücker
Feste Bezüge (TEUR) 484 394 291
Variable Bezüge (TEUR) 254 151 136
(davon Vorschüsse) (36) (37) (0)
(davon langfristig fällige Leistungen) (116) (71) (62)
Gesamtbezüge (TEUR) 738 545 427

Die variablen Bezüge der Vorstände bestimmen sich nach individuellen Zielvorgaben für das Geschäftsjahr.

IV.5. Angabe der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 94 Angestellte (mit Vorstand und ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 80). Davon sind 14 leitende Angestellte und 3 Vorstände.

IV.6. Beratungs- und Prüfungskosten

In den Beratungs- und Prüfungskosten sind Aufwendungen für das Honorar der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH, Düsseldorf in Höhe von insgesamt TEUR 325; davon für 2017 TEUR 55, enthalten. Das von den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr 2018 berechnete Gesamthonorar (inklusive Auslagen) setzt sich wie folgt zusammen:

– Abschlussprüfungsleistungen TEUR 270
– andere Bestätigungsleistungen TEUR 0
– Steuerberatungsleistungen TEUR 0
– sonstige Leistungen TEUR 0

Die Aufwendungen für Abschlussprüfungen betreffen die Honorare für die Prüfungen des Konzern- und Einzelabschlusses sowie die prüferische Durchsicht von Zwischenabschlüssen.

IV.7. Anteilsbesitz

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes ist wie folgt dargestellt:

Gesellschaft Beteiligungsquote Eigenkapital*TEUR Jahresergebnis*TEUR
Nord Soft EDV-Unternehmensberatung GmbH, Sitz: Horst 50,4 % 828 251
Nord-Soft Datenservice GmbH, Sitz: Horst 50,4 % 25 0
OVB Vermögensberatung AG, Sitz: Köln 100,0 % 11.000 6.853 **
Eurenta Holding GmbH Europäische Vermögensberatung, Sitz: Köln 100,0 % -1.353 191
Advesto GmbH, Sitz: Köln 100,0 % 87 -39
OVB Vermögensberatung (Schweiz) AG, Sitz: Steinhausen 100,0 % 831 96
OVB Allfinanzvermittlungs GmbH, Sitz: Wals bei Salzburg 100,0 % 4.107 998
OVB Allfinanz a.s., Sitz: Prag 100,0 % 1.500 81
OVB Allfinanz Slovensko a.s., Sitz: Bratislava 100,0 % 4.779 2.929
OVB Allfinanz Polska Spółka Finansowa Sp. z.o.o., Sitz: Warschau 100,0 % 1.599 937
OVB Allfinanz Croatia d.o.o., Sitz: Zagreb 100,0 % 277 55
OVB Allfinanz Zastupanje d.o.o., Sitz: Zagreb 100,0 % 329 77
OVB (Hellas) GmbH, Sitz: Athen 100,0 % – 1 – 1
OVB (Hellas) Allfinanz Vermittlungs GmbH & Co. KG, Bankprodukte, Sitz: Athen 100,0 % 72 – 180
OVB Allfinanz España, S.A., Sitz: Madrid 100,0 % 4.262 2.392
OVB Consulenza Patrimoniale S.R.L., Sitz: Verona 100,0 % 3.010 984
OVB Allfinanz Romania S.R.L., Sitz: Cluj (Klausenburg) 100,0 % 681 448
OVB Conseils en patrimoine France SARL Sitz: Straßburg 100,0 % 895 334
OVB Vermögensberatung Á.P K. Kft. Sitz: Budapest 100,0 % 3.561 3.048
OVB Allfinanz Ukraine TOW Sitz: Kiew 100,0 % 190 2
OVB Immofinanz S.R.L., Sitz: Cluj (Klausenburg) 99,0 % – 3 – 3
OVB SW Services s.r.o., Sitz: Prag 100,0 % 7 0
EF-CON Insurance Agency GmbH i.L., Sitz: Wien 100,0 % 106 1

* Angaben gemäß der nach jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften erstellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften zum 31. Dezember 2018 vor Ergebnisverwendung.

** Jahresergebnis vor Gewinnabführung gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 27. Februar 2008

IV.7. Konzernabschluss

Die SIGNAL IDUNA Gruppe ist mehrheitlich an der OVB Holding AG beteiligt. Die SIGNAL IDUNA Gruppe stellt einen Gleichordnungsvertragskonzern dar. Die Obergesellschaften des Gleichordnungsvertragskonzerns sind:

SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G., Dortmund

SIGNAL IDUNA Vereinigte Lebensversicherung a.G., Hamburg

SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a.G., Dortmund

IV.8. Bestehen einer Beteiligung an der Gesellschaft

Der OVB Holding AG sind folgende Beteiligungen mitgeteilt worden, die 10,0 Prozent der Stimmrechte an der OVB Holding AG überschreiten. Die nachfolgend genannten Aktionärsgruppen werden auch als Kernaktionäre bezeichnet. Die Basler Beteiligungsholding GmbH, Hamburg, hält Aktien in Höhe von rund 32,57 Prozent. Diese Beteiligung wird gemäß §§ 33, 34 Nr. 1 WpHG n.F. der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg, der Basler Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, der Basler Sach Holding AG, Hamburg, der Basler Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, der Bâloise Delta Holding S.a.r.l., Bartingen, Luxemburg, und der Bâloise Holding AG, Basel, Schweiz, zugerechnet.

Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. (vormals IDUNA Vereinigte Lebensversicherung für Handwerk, Handel und Gewerbe aG), Hamburg, hält unmittelbar Aktien in Höhe von rund 31,67 Prozent. Da die Versicherungsgesellschaften der SIGNAL IDUNA Gruppe einen Gleichordnungskonzern gemäß § 18 (2) Aktiengesetz darstellen, hält die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, mittelbar 52,94 Prozent. Die SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Hamburg, hält unmittelbar Aktien in Höhe von rund 21,27 Prozent. Die von der SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G. sowie der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. unmittelbar gehaltenen Aktien werden gemäß § 33 Abs. 1 i. V. m. § 34 Abs. 2 WpHG n.F. auch der SIGNAL Unfallversicherung a. G., Dortmund, zugerechnet, sodass diese jeweils mittelbar Aktien in Höhe von rund 52,94 Prozent halten.

Die Generali Lebensversicherung AG, München, hält unmittelbar Aktien in Höhe von rund 11,48 Prozent, die gemäß §§ 33, 34 Abs. 1 Nr. 1 WpHG n.F. der Generali Deutschland AG, München, der Generali Beteiligungs-GmbH, Aachen, sowie der Assicurazioni Generali S.p.A., Triest, Italien, zuzurechnen sind.

Der Streubesitz gemäß der Definition der Deutsche Börse AG beläuft sich nach Kenntnis der OVB Holding AG auf rund 3,01 Prozent.

IV.9. Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die OVB Holding AG hat für 2018 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der OVB Holding AG www.ovb.eu zugänglich gemacht.

IV.10. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Köln, den 21. Februar 2019

Mario Freis

Oskar Heitz

Thomas Hücker

Entwicklung des Anlagevermögens

  Historische Anschaffungs- /Herstellungskosten
  Stand 01.01.2018
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.629.911,99 1.411.744,29 0,00 17.041.656,28
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  15.629.911,99 1.411.744,29 0,00 17.041.656,28
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.672.853,89 390.539,35 16.609,70 3.046.783,54
  2.672.853,89 390.539,35 16.609,70 3.046.783,54
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.542.700,92 1.244.991,32 0,00 28.787.692,24
2. Sonstige Ausleihungen 5.000.000,00 2.000.000,00 0,00 7.000.000,00
  32.542.700,92 3.244.991,32 0,00 35.787.692,24
Anlagevermögen gesamt 50.845.466,80 5.047.274,96 16.609,70 55.876.132,06
  Kumulierte Abschreibungen Zuschreibungen
  Stand 01.01.2018
Abschreibung Geschäftsjahr
Abgang
Stand 31.12.2018
Kum. Zugang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.224.219,48 1.906.768,10 0,00 10.130.987,58 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.224.219,48 1.906.768,10 0,00 10.130.987,58 0,00
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.775.043,89 518.178,35 14.749,70 2.278.472,54 0,00
  1.775.043,89 518.178,35 14.749,70 2.278.472,54 0,00
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.327.488,10 220.000,00 0,00 10.547.488,10 5.032.636,72
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  10.327.488,10 220.000,00 0,00 10.547.488,10 5.032.636,72
Anlagevermögen gesamt 20.326.751,47 2.644.946,45 14.749,70 22.956.948,22 5.032.636,72
  Buchwert
  31.12.2018
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.910.668,70 7.405.692,64
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  6.910.668,70 7.405.692,64
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 768.311,00 897.810,00
  768.311,00 897.810,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.272.840,86 21.368.203,35
2. Sonstige Ausleihungen 7.000.000,00 5.000.000,00
  30.272.840,86 26.368.203,35
Anlagevermögen gesamt 37.951.820,56 34.671.705,99

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OVB Holding AG, Köln

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OVB Holding AG, Köln, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OVB Holding AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt „Sonstige Informationen“ genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

① Sachverhalt und Problemstellung

② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

③ Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

(1) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten „Finanzanlagen“ Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 23.273 (25,9 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung ist eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen. Bestehen die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr, ist eine Zuschreibung erforderlich. Die beizulegenden Werte werden als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2018 für einige Anteile an verbundenen Unternehmen ein Zuschreibungsbedarf von insgesamt T€ 880. Darüber hinaus ergab sich für die übrigen Anteile an verbundenen Unternehmen ein Abwertungsbedarf von insgesamt T€ 220. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Finanzanlagen sind in den Abschnitten „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, „Erläuterungen zu Posten der Bilanz“ und „Aufstellung des Anteilsbesitzes“ des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die in Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung“ des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB

den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2005 als Abschlussprüfer der OVB Holding AG, Köln, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Peters.

 

Düsseldorf, den 27. Februar 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

ppa. Nadine Keuntje, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde am 15.3.2019 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat der OVB Holding AG hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnungen obliegenden Aufgaben im Berichtsjahr in vollem Umfang wahrgenommen. Dabei hat das Gremium den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend beraten und seine Geschäftsführung sorgfältig und kontinuierlich überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung und Konzernleitung. Insbesondere hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung sowie der Strategie und Planung befasst.

Der Aufsichtsrat hat alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Im Vorfeld hat der Vorstand dabei den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich, elektronisch und mündlich über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Schwerpunkte der Berichterstattung waren im Wesentlichen die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns und seiner Segmente einschließlich der Planung, die Geschäfts- und Risikostrategie und andere grundsätzliche Fragen der operativen Unternehmensführung, das Risikomanagement, insbesondere die wesentlichen Risiken des OVB Konzerns, Geschäfte und Ereignisse von erheblicher Bedeutung, die Entwicklungen bei Finanzvermittlern und Mitarbeitern, der Jahresbericht der Internen Revision sowie der Jahresbericht des Chief Compliance Managers. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnungen der ausdrücklichen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig unterrichtet und diese dem Aufsichtsrat fristgemäß zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hatte somit stets die Möglichkeit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und Anregungen einzubringen, bevor er nach sorgfältiger Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben hat. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung mit Einverständnis aller Aufsichtsratsmitglieder auch schriftlich, elektronisch oder telefonisch.

Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand quartalsweise berichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs gegenüber der Planung wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat erörtert. Im vierteljährlichen Rhythmus wurde zudem die Risikolage des Unternehmens ausführlich dargestellt und analysiert. Die Risikoberichte umfassten die aktuelle Risikosituation des Konzerns mit Blick auf Ertrags- und Vermögenslage, Vertrieb, Produkte, Markt, Wettbewerb, regulatorisches Umfeld sowie Operations und Support. Auch zwischen den Sitzungen standen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Prüfungsausschussvorsitzende sowie der Vorsitzende des Nominierungs- und Vergütungsausschusses regelmäßig in Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand und wurden über die aktuelle Geschäftslage sowie wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2018 haben fünf turnusgemäße Präsenzsitzungen stattgefunden. An der Sitzungsteilnahme verhinderte Mitglieder haben an den Beschlussfassungen jeweils durch Stimmbotschaften mitgewirkt. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder waren jeweils bei mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen sie angehören, anwesend. Die Mitglieder des Vorstands haben an Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte.

Regelmäßig und intensiv wurde über die Geschäftsplanung und die Geschäftsentwicklung in den drei regionalen Segmenten sowie über die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns beraten. Weiter befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Unternehmensstrategie »OVB Evolution 2022« sowie den Auswirkungen bereits beschlossener oder zu erwartender gesetzlicher Änderungen auf Produktabsatz und Provisionen in einigen Ländern, in denen OVB vertreten ist.

In der Sitzung am 19. März 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit dem vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss und dem Lagebericht der OVB Holding AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist (zusammengefasster Lagebericht), befasst. Mit der Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2017 ist der Aufsichtsrat der Empfehlung des Prüfungsausschusses, der die Unterlagen zuvor intensiv geprüft hatte, gefolgt. Er stimmte dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns zu und befasste sich mit dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie der Entsprechenserklärung. Der Aufsichtsrat verabschiedete ein Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat und beschloss ein neues Vergütungsmodell für den Aufsichtsrat, wie in der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB im Kapitel Corporate Governance näher erläutert. Die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2018 wurde verabschiedet und der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung beschlossen. Auf Basis der ermittelten Zielerreichung legte der Aufsichtsrat auch die Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 fest.

In der Sitzung vor der Hauptversammlung am 5. Juni 2018 berichtete der Vorstand unter anderem ausführlich über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2018 sowie die Veränderungen in Beteiligungsgesellschaften. Darüber hinaus erfolgten abschließende Vorbereitungen für die bevorstehende Hauptversammlung am selben Tag.

Im Anschluss an die Hauptversammlung hat sich der Aufsichtsrat am 5. Juni 2018 in seiner neuen Zusammensetzung zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen und Wahlen zum Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie zur Besetzung der Ausschüsse durchgeführt.

Die Sitzung des Aufsichtsrats am 6. September 2018 fand in Warschau (Polen) statt.

Mit Sitzungen, die an verschiedenen ausländischen OVB Standorten stattfinden, verfolgt der Aufsichtsrat das Ziel, sich durch eigene Wahrnehmung vor Ort einen Eindruck von der Geschäftstätigkeit in einzelnen Ländermärkten zu verschaffen. In der Sitzung hat der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die aktuelle Lage nach Abschluss des ersten Halbjahres 2018 und wesentliche Maßnahmen bei Beteiligungsgesellschaften informiert. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat mit der Strategie des Unternehmens befasst. Der Stand der Strategie, insbesondere zu den Strategiebausteinen »Digitalisierung« und »Modernisierung« wurde vorgestellt und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

In der Sitzung am 10. Dezember 2018 standen Beschlussfassungen zum Erwerb des belgischen Maklerunternehmens Willemot NV durch die OVB Holding AG auf der Tagesordnung. Ferner wurden die finanziellen Eckdaten für das Jahr 2019 und die daraus abgeleitete Mehrjahresplanung bis zum Jahr 2023 eingehend erörtert und genehmigt. Der Vorstand berichtete zudem über die Geschäfts- und Ertragslage nach Abschluss des dritten Quartals 2018. Nach Bericht und eingehender Erörterung stimmte der Aufsichtsrat den Empfehlungen des Nominierungs- und Vergütungsausschusses zu den quantitativen und individuellen Zielen für die Vorstandsvergütung 2019 zu. Daneben hat sich der Aufsichtsrat über den in der Konsultationsphase befindlichen Entwurf des geänderten Deutschen Corporate Governance Kodex informiert.

Corporate Governance Kodex

In der Aufsichtsratssitzung am 19. März 2018 hat der Aufsichtsrat nach umfassender Beratung beschlossen, am gleichen Tag zusammen mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG abzugeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung steht.

Bericht aus den Ausschüssen

Der Aufsichtsrat hat zwei ständige Ausschüsse eingerichtet, die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen für die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten.

Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen jeweils in der nachfolgenden Plenumssitzung, sodass der Aufsichtsrat stets über umfassende Informationen für seine Beratungen verfügte.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018 siebenmal, davon dreimal – jeweils vor Veröffentlichung der Zwischenfinanzberichte – in Form einer Telefonkonferenz. Er befasste sich eingehend mit den Abschlüssen und Lageberichten der OVB Holding AG und des Konzerns. Er prüfte und erörterte die Zwischenfinanzberichte (Halbjahres- und Quartalsberichte) unter Berücksichtigung des Berichts des Abschlussprüfers über dessen prüferische Durchsicht.

In den turnusmäßigen Sitzungen im März, Juni, September und Dezember erörterte der Prüfungsausschuss jeweils Themen des Risikomanagements und der Compliance. Schwerpunkt der März-Sitzung waren die Erörterungen zum Jahres- und Konzernabschluss 2017. In derselben Sitzung beriet der Prüfungsausschuss über den Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers 2018 und empfahl dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, als Abschlussprüfer zur Wahl vorzuschlagen. Nach der Hauptversammlung erteilte der Prüfungsausschuss den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, und stimmte mit diesem die Prüfungsschwerpunkte ab. Der Prüfungsausschuss überwachte die Auswahl, Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers. Das Gremium hat außerdem die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das Risikomanagementsystem des Unternehmens sowie auf Basis der schriftlichen und mündlichen Berichterstattung des Leiters Internal Audit die Wirksamkeit, Ausstattung und Feststellungen der Internen Revision sowie den Jahresbericht des Chief Compliance Officers behandelt.

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss tagte 2018 dreimal, davon zweimal in Form einer Telefonkonferenz. Der Ausschuss hat sich schwerpunktmäßig damit beschäftigt, die Beschlussempfehlungen für das Plenum im Hinblick auf sämtliche Entscheidungen zu Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten vorzubereiten. Darunter fiel im Berichtsjahr die Wiederbestellung von Herrn Oskar Heitz, Vorstand für das Ressort Finanzen. Weiterhin hat der Ausschuss turnusgemäß das Vergütungssystem und die Angemessenheit der Vergütung des Vorstands überprüft. In der Sitzung im März 2018 befasste sich der Ausschuss mit der individuellen Zielerreichung der einzelnen Vorstandsmitglieder zur Auszahlung der variablen Vergütungsbestandteile für 2017. Ferner erörterte der Ausschuss die Nominierung der Kandidaten für die Neuwahl des Aufsichtsrats, Vorschläge für das neue Vergütungsmodell des Aufsichtsrats sowie das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats.

Im September 2018 beschäftigte sich der Ausschuss mit der Hochrechnung der Tantieme des Vorstands für 2018 sowie mit Zielvorgaben für die Tantieme des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019. Schwerpunkte der Ausschussberatungen im Dezember 2018 waren unter anderem die weitere Abstimmung der Tantiemeziele 2019 für den Vorstand, die Überprüfung des Systems der Vorstandsvergütung sowie die Notfall- und Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene und auf der ersten Führungsebene sowohl der OVB Holding AG als auch der Landesgesellschaften.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht der OVB Holding AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss und Lagebericht wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften erstellt.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht nebst Prüfungsberichten des Abschlussprüfers zu den Jahresabschlüssen sowie alle weiteren Abschlussunterlagen wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zugesandt. Alle Unterlagen wurden im Prüfungsausschuss sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats – jeweils am 15. März 2019 – intensiv diskutiert. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit den im Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 15. März 2019 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über Umfang, Schwerpunkte sowie wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess und das Risikofrüherkennungssystem wurden nicht festgestellt. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der OVB Holding AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Gleichfalls hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 15. März 2019 unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungsausschusses zur Wahl des Abschlussprüfers den Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung verabschiedet. Dem lag die Erklärung des Prüfungsausschusses zugrunde, dass seine Empfehlung frei von ungebührlicher Einflussnahme durch Dritte sei und ihm keine die Auswahlmöglichkeiten beschränkende Klausel im Sinne von Art. 16 Abs. 6 der EU-Abschlussprüferverordnung auferlegt worden sei.

Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung des Aufsichtsrats sind zum Jahresabschluss, zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat deshalb den Jahresabschluss 2018 und den Konzernabschluss 2018 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2018 gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 0,75 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen, hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen lag dem Aufsichtsrat ebenfalls zusammen mit dem dazu vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsbericht vor. Der Abschlussprüfer hat in dem Prüfungsbericht folgende Prüfungsfeststellung getroffen:

»Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.«

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen seinerseits geprüft sowie sich mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers befasst und stimmt dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hält der Aufsichtsrat fest, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende seines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben waren.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat

Mit Ablauf der Hauptversammlung am 5. Juni 2018 endete die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder. Den auf entsprechende Vorschläge des Nominierungs- und Vergütungsausschusses gestützten Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats folgte jeweils die große Mehrheit der Aktionäre. Damit wurden Michael Johnigk, Dr. Thomas A. Lange, Markus Jost, Wilfried Kempchen und Winfried Spies im Amt bestätigt. Maximilian Beck, u.a. Mitglied des Vorstands der Basler Lebensversicherungs-AG, Hamburg, wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurden Michael Johnigk zum Vorsitzenden und Dr. Thomas A. Lange zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Zudem wurden Dr. Thomas A. Lange zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und Markus Jost zum Vorsitzenden des Nominierungs- und Vergütungsausschusses gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem im Berichtsjahr aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Mitglied Dr. Alexander Tourneau für die langjährige Zusammenarbeit und seinen Einsatz in den vergangenen Jahren.

Interessenkonflikte und deren Behandlung

Weder von Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats wurden in Bezug auf die eigene Person Interessenkonflikte identifiziert oder bekanntgegeben.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nach Kenntnis des Aufsichtsrats nicht gegeben.

Dank für engagierte Leistungen

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Geschäftsführungen und Führungskräften der Konzerngesellschaften sowie allen Finanzvermittlern und Mitarbeitern des OVB Konzerns für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2018.

 

Köln, den 15. März 2019

Für den Aufsichtsrat

Michael Johnigk, Vorsitzender

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