dresden-newspaper.de Alle Informationen rund um Dresden

Marktkommentar: Qualitätsanleihen bieten erneut attraktive Anlageerträge

Click to rate this post!
[Total: 0 Average: 0]

Michael Weidner, Managing Director und Head of European Fixed Income bei Lazard Asset Management, ist davon überzeugt, dass globale Investment-Grade-Anleihen Anlegern vor dem Hintergrund steigender Zinsen erneut eine attraktive und schwankungsarme Rendite bei hoher Liquidität bieten.

„Traditionell waren Anleihen die Grundlage der Vermögensallokation und boten eine stabile Anlagerendite auf einem vordefinierten Niveau bei begrenzter Volatilität und hoher Liquidität“, sagt Weidner. Allerdings haben Anleihen in den letzten Jahren aufgrund negativer Zinsen und aggressiver Käufe durch die Zentralbanken diese Rolle in der Vermögensallokation verloren. Um die entstandene Lücke zu schließen, wurden andere Anlageklassen eingesetzt, die häufig Kompromisse in Bezug auf Liquidität, Volatilität oder Kreditqualität erforderten. „Die Ära der Kompromisse ist vorbei“, sagt Weidner. „Investoren haben nun die Möglichkeit, mit einer Basisanlage wie kurzlaufenden Investment-Grade-Anleihen eine zufriedenstellende Rendite zu erwirtschaften, ohne nennenswerte Risiken eingehen zu müssen.“

Insbesondere Anleihen mit kurzen und mittleren Laufzeiten bieten erneut Renditepotenzial. Weidner betont die Attraktivität der Time-to-Maturity-Rendite, also der Rendite, die durch den Kauf dieser kurzfristigen Anleihen und deren Halten bis zur Fälligkeit erzielt wird. Anleger in Investment-Grade-Anleihen müssen kein nennenswertes Zinsrisiko mehr eingehen, um die erforderliche Rendite zu erzielen. Beispielsweise bieten kurzfristige deutsche Staatsanleihen derzeit eine Rendite von rund drei Prozent.

Für Anleger, die globale Chancen suchen, ist die Rendite in ihrer eigenen Währung entscheidend. Bei Anlagen in US-Dollar beispielsweise bleiben die Kosten der Währungsabsicherung hoch. Weidner meint: Wenn ein Anleger in US-Anleihen eine Rendite von 3,5 bis vier Prozent erwirtschaftet, aber durch die Währungsabsicherung zwei Prozent verliert, wäre es besser, in deutsche Staatsanleihen zu investieren.

Derzeit bieten Märkte wie Norwegen, Australien und China attraktive Möglichkeiten hinsichtlich der Währungsabsicherungskosten. Die Absicherungskosten in diesen Märkten sind nicht nur deutlich niedriger, sondern auch vorhersehbarer. Auch Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern bieten Chancen. Trotz der Kosten einer vollständigen Währungsabsicherung können Anleger in diesem Bereich eine attraktive Rendite von 6,5 Prozent erzielen.

von wpservice
dresden-newspaper.de Alle Informationen rund um Dresden

Archiv