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Berliner Investmentmarkt: Zinsen bremsen Transaktionsdynamik

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Laut dem Immobiliendienstleister Grossmann & Berger belief sich das Transaktionsvolumen (TAV) am Berliner Investmentmarkt im ersten Halbjahr 2022 auf rund 4,1 Milliarden Euro – ein Minus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum„Aufgrund der gestiegenen Finanzierungskosten zeigen sich die Investoren zurückhaltender. Viele laufende Prozesse haben sich verlangsamt oder wurden auf die zweite Jahreshälfte geschoben“, erläutert Holger Michaelis, Geschäftsführer von Grossmann & Berger, Mitglied von German Property Partners (GPP).

Mit 61 Prozent entfiel ein Großteil des TAV im ersten Halbjahr auf Deals in der Größenklasse über 100 Millionen Euro. Im zweiten Quartal trug insbesondere der Anteilsverkauf des „Sony Center“ für 677 Millionen Euro und das Gewerbe-Grundstück „Wriezener Karree“ zur Dominanz dieser Größenklasse bei. Der Volumenanteil von Portfolioverkäufen lag bei 33 Prozent (zweites Quartal 2021: zwölf Prozent). Dazu zählt neben dem „Sony Center“ insbesondere die Übernahme von Alstria Office durch Brookfield Properties im ersten Quartal.

Büro-Immobilien waren mit einem Anteil von 66 Prozent (zweites Quartal 2021: 35 Prozent) die stärkste Assetklasse. Auf Platz zwei und drei folgten Hotels (zehn Prozent) und Mixed-use-Objekte (acht Prozent).

Auf Verkäuferseite dominierten börsennotierte Immobilieninvestment-AG/REITs mit 22 Prozent TAV-Anteil das Umsatzgeschehen, gefolgt von Pensionskassen (18 Prozent) und Projektentwicklern (13 Prozent). Auf Käuferseite waren Fondsmanager (25 Prozent), Projektentwickler (15 Prozent) und Pensionskassen/Versorgungswerke (14 Prozent) am stärksten vertreten. Der außergewöhnlich hohe Anteil Letzterer ist auf den Anteilskauf des „Sony Center“ zurückzuführen.

Internationale Käufer zeigten sich mit einem Volumenanteil von rund 71 Prozent erneut sehr präsent am Berliner Investmentmarkt (zweites Quartal 2021: 60 Prozent).

Die Spitzenrendite für Büros (2,85 Prozent) und Geschäftshäuser (3,0 Prozent) stieg im Vorjahresvergleich um 0,15 beziehungsweise 0,2 Prozentpunkte an, während sie für Logistikobjekte um 0,6 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent sank. Im Jahresverlauf ist aufgrund des Zinsniveaus in allen Assetklassen mit einem Anstieg der Renditen zu rechnen.

Mit Blick auf das zweite Halbjahr prognostiziert Michaelis: „Die Nachfrage der Investoren ist weiterhin vorhanden. Wichtigstes Kriterium für eine Zunahme von Transaktionen sind positive Nachrichten aus dem volatilen Zinsmarkt und dem angespannten geopolitischen Umfeld, um Investoren wieder mehr Planungssicherheit für ihre Investments zu ermöglichen.“  (DFPA/JF1)

Die Grossmann & Berger GmbH mit Sitz in Hamburg ist ein Immobiliendienstleister. Die Gesellschaft ist ein Beteiligungsunternehmen der Haspa-Gruppe, zu der auch die Hamburger Sparkasse (Haspa) gehört.

www.grossmann-berger.de

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